MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Kundenautos: Ecclestone präsentiert sein Konzept

Bernie Ecclestone will ein einheitliches Kundenauto entwerfen und den „kleineren“ Formel-1-Teams für einen Fixpreis anbieten, so will er erheblich Kosten einsparen.

Wie können auch die kleineren Teams in der Formel 1 wirtschaftlich überleben? Darüber wird seit Jahren diskutiert, so auch in der vergangenen Woche bei der Sitzung der Strategiegruppe. Dabei kam auch wieder einmal das Thema Kundenautos zur Sprache, welches von vielen Teams aber kritisch gesehen wird. Ganz im Gegensatz zu Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone der schon mehrmals für eine Aufteilung des Starterfelds in Konstrukteure und Kunden plädiert.

Eccelstone schwebt dabei nicht das Modell des Kundenautos vor, welches Teams bei Herstellern wie Mercedes, Ferrari oder Red Bull beziehen, sondern vielmehr die Idee einer Einheitsformel mit identischen Fahrzeugen. "Das machst du mit vier oder fünf Teams und lässt die Konstrukteure in Ruhe. Sollen sie machen, was sie wollen", sagt Ecclestone. "Man stellt ein identisches Chassis her und schließt einen Vertrag mit einem der Motorenhersteller. Das sollte funktionieren."

Ecclestone kann sich sogar vorstellen, dabei als Mittelsmann aufzutreten und den Vertrieb der Autos in die eigene Hand zu nehmen. "Wir stellen am ersten Januar zwei Chassis für 15 Millionen US-Dollar bereit", lautet sein Vorschlag. "Kosten sie mehr, müssen wir mehr bezahlen, kosten sie weniger, ist das gut für uns."

Doch mit dieser Idee können sich nicht längst nicht alle Teams anfreunden, auch die wirtschaftlich schwächeren wie Sauber oder Force India nicht. Ihre Sorge: Durch die Aufteilung des Feldes in Konstrukteure und Kunden mit einem Einheitsauto würde die Formel 1 zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Doch über diesen Einwand kann Ecclestone nur müde lächeln. "Was haben wir denn im Moment?", fragt der Formel-1-Boss.

Die von Sauber-Teamchefin geäußerte Sorge, die Kundenteams würden keine Sponsoren finden, sieht Ecclestone ebenfalls als unbegründet an. "Natürlich finden sie einen Sponsor. Schaut euch an, wie eng das Rennen im Mittelfeld ist, und deshalb wird es im Fernsehen gezeigt. Welchen Unterschied macht es da, was für ein Auto es ist?"

Durch seinen Vorschlag der einheitlichen Kundenautos würde Ecclestones Meinung nach noch weiteres Problem der Formel 1 gelöst werden: Das der Bezahlfahrer. "Die Team müssten nicht mehr nach einem Fahrer suchen, der Geld hat, sondern könnten einen talentierten Fahrer ins Cockpit setzen."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Geheimtest von Audi

Audi R26 testet in Barcelona

Der Audi R26 testet auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya - Erste Seh- und Hörprobe der neuen Formel-1-Fahrzeuggeneration 2026!

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E

W17-Premiere im Regen

Mercedes-Shakedown in Silverstone

Der Mercedes W17 hat in Silverstone seine ersten Kilometer abgespult - George Russell durfte als erster Fahrer auf die nasse Strecke in Großbritannien gehen

Wirbel vor den F1-Tests: Ein Schlupfloch im 2026er-Reglement sorgt für Streit - Mercedes und Red Bull stehen im Fokus, die FIA ruft zum Krisentreffen