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WTCC: Termas de Río Hondo

Citroen-Werksteam fährt geschlossen vorne weg

Im ersten WTCC-Qualifying der Saison fährt Citroen der Konkurrenz auf und davon. Lopez 1,2 Sekunden vor Muller und Loeb. Bester nicht Citroen ist Monteiro auf Honda.

Der Weltmeister von 2014 ist auch in der WTCC-Saison 2015 die Nummer eins: Jose-Maria Lopez (Citroen) hat sich beim Auftakt in Argentinien die Pole-Position gesichert und seine Konkurrenten sehr deutlich distanziert. In 1:45.461 Minuten war Lopez satte 1,2 Sekunden schneller als Yvan Muller (Citroen) sowie um mehr als 1,6 Sekunden besser als Sebastien Loeb (Citroen) und Qing-Hua Ma (Citroen).

Das bedeutet: Das vierköpfige Citroen-Werksteam hat sich im ersten Qualifying des Jahres geschlossen an die Spitze des Feldes gesetzt. Tiago Monteiro (Honda) war als Fünfter bester Citroen-Verfolger, handelte sich mit einem Fahrfehler jedoch einen Rückstand von 2,1 Sekunden ein. Tom Chilton (ROAL-Chevrolet) fuhr als bester Vertreter seiner Marke und als schnellster Privatier auf Position sechs.

Der große Sieger des Zeittrainings aber ist WM-Titelverteidiger Lopez. "Einfach großartig", meint er. "Man erhofft sich nach einer erfolgreichen Saison natürlich die Fortsetzung im folgenden Jahr. Und es ist sehr wichtig, gleich richtig durchzustarten und die Rennsaison auf diese Art und Weise zu beginnen. Doch bisher ist noch nichts entschieden. Am Sonntag werde ich mein Bestes geben."

Pech für Michelisz, Abflug für Bennani

Und die Rivalen ärgern sich schon jetzt. "Ich muss einfach besser sein", sagt Rekordchampion Muller, der Platz zwei als "gut und schlecht" bezeichnet. "Ich kann nur versuchen, am Sonntag einen guten Start zu haben, Jose-Maria zu überholen und ihn dann hinter mir zu halten. Doch das", so der Citroen-Pilot weiter, "ist natürlich leichter gesagt als getan." Entsprechend enttäuscht sei er vom Ergebnis.

Auch Loeb auf Rang drei wirkt nicht völlig zufrieden. Ein Fahrfehler samt Ausritt ins Gras kostete ihn wertvolle Zehntel. "Ich denke nicht, dass ich dabei die Pole-Position verloren habe, vielleicht aber eine Position", meint er und rechtfertigt seine Risikobereitschaft: "So fährt man natürlich keine Bestzeit, aber versuchen musste ich es." Loeb war jedoch nicht der einzige Fahrer, bei dem es nicht rund lief.

Gleich zu Beginn des Qualifyings musste Norbert Michelisz (Zengö-Honda) sein Auto abstellen - ohne linkes Vorderrad. Für ihn war das Zeittraining auf der Stelle zu Ende. In Q2 warf Mehdi Bennani (SLR-Citroen) eine gute Chance weg, indem er sich einen Abflug leistete. Mit dem Heck voran war er von der Fahrbahn und ins Kiesbett hineingerutscht, wo sich das Auto eingrub. Auch für ihn war vorzeitig Schluss.

Dafür sorgten Rob Huff (Lada) und James Thompson (Lada) für eine Überraschung: Huff markierte in Q1 die Bestzeit, Thompson erzielte Startplatz zehn und startet daher das zweite Rennen von der Pole-Position. Enttäuschung dagegen bei WTCC-Rückkehrer Rickard Rydell (Nika-Honda): Er kam nicht über Platz 16 hinaus und muss deshalb am Sonntag - genau wie Michelisz - von ganz hinten losfahren.

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