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ELMS: Silverstone

Debüt-Sieg für Giedo van der Garde

Perfekter Einstand für Giedo van der Garde: Bei seinem LMP2-Debüt für G-Drive siegt der Niederländer gemeinsam mit Harry Tincknell und Simon Dolan.

Foto: GiedovanderGarde@Twitter

Ex-Formel-1-Pilot Giedo van der Garde hat den Schritt in die Prototypenszene mit Erfolg vollzogen. Der Niederländer fuhr bei seinem ersten Einsatz im LMP2-Gibson von G-Drive den Sieg beim 4-Stunden-Rennen der European-Le-Mans-Series (ELMS) in Silverstone ein. Van der Garde setzte als Schlussfahrer die gute Vorarbeit der Teamkollegen Harry Tincknell und Simon Dolan in einen souveränen Erfolg um.

Bei Zieldurchfahrt hatte van der Garde mehr als 90 Sekunden Vorsprung auf den BR01 von SMP mit Stefano Coletti, Julian Lean und Andreas Wirth, auf Rang drei kam der SO24!-Ligier von Lombard/Capillaire/Coleman. Die Grundlage für den Erfolg von G-Drive legte der schnelle Brite Tincknell mit zwei schnellen und sauberen Stints zu Beginn. Gleichzeitig legte Pierre Thiriet seinen Oreca-Nissan von TDS ins Aus. Der von Jota betreute Gibson hatte somit freie Fahrt.

Tincknell übergab sein Auto mit einem 30-Sekunden-Polster in Führung liegend an Simon Dolan. Der Brite geriet jedoch wegen einer Gelbphase unter Druck - und in erheblichen Rückstand. Ex-Fußball-Weltmeister Fabien Barthez konnte die Spitze, die er aufgrund des günstigeren Stopps erreicht hatte, im direkten Duell gegen den erfahrenen Dolan nicht halten. Der Brite ließ die französische Legende bei einer konsequenten Attacke alt aussehen.

Van der Garde konnte es in seinen Schlussstints gemütlich angehen lassen. Der Ex-Caterham-Formel-1-Fahrer verwaltete den Vorsprung und gönnte sich in den letzten zwei Umläufen eine Attacke auf die schnellste Rundenzeit des Rennens. Er scheiterte jedoch knapp an der Marke, die Paul Loup Chatin (Panis-Barthez) zuvor gesetzt hatte. Für van der Garde war es der erste Rennsieg seit seinem Erfolg beim GP2-Saisonfinale 2012 in Singapur.

In der LMP3-Klasse waren zahlreiche Amateurfahrer im dichten und intensiven Wettbewerb überfordert, es gab zahlreiche Kontakte und Abflüge. Am Ende durften Brundle/Guasch/England (United Autosports) einen Sieg feiern. In der GTE-Klasse wurde der ursprünglich siegreiche Ferrari von JMW nach dem Rennen disqualifiziert, weil ein nicht homologierter Frontsplitter verbaut war. Howard/Turner/Macdowall (Aston Martin) rückten dadurch auf die erste Position auf.

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