MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Motorrad-WM: News

Rossi: „Rennleitung hat Problem unterschätzt“

Vizemeister Valentino Rossi spricht über die Geschehnisse im vergangenen Herbst und ist überzeugt, dass das Verhältnis zu Marc Marquez nicht zu retten ist.

Foto: Twitter

Das MotoGP-Saisonfinale 2015 wird die Beteiligten wohl noch eine Weile beschäftigen. Valentino Rossi sieht sich nach wie vor um den WM-Titel betrogen und ist überzeugt, dass er beim Rennwochenende in Sepang richtig handelte, als er Marc Marquez in der Pressekonferenz öffentlich beschuldigte, im Sinne von Jorge Lorenzo zu fahren. Rossi sah sich zu der verbalen Attacke gezwungen, da ihm die Rennleitung kein Gehör schenkte.

Im Gespräch mit Motosprint gibt Rossi einen Einblick in seine Gedanken vor dem Beginn des Rennwochenendes in Malaysia. Der Verlauf des Australien-Grand-Prix machte Rossi nachdenklich: "Ich hatte lange und intensiv über die Geschehnisse nachgedacht. Ich überlegte, ob es nicht besser wäre, es nicht zu tun, doch ich musste es tun, weil ich realisierte, dass ich gelinkt wurde."

"Es war schon schwierig, Lorenzo unter normalen Bedingungen zu besiegen, doch als Marquez gegen mich war, erkannte ich, dass ich beschissen werde. In dieser Pressekonferenz wollte ich die Rennleitung für diesen Fall sensibilisieren und nicht Marquez einschüchtern", bemerkt Rossi, der bereits vor der Pressekonferenz am Donnerstag mit Verantwortlichen der Rennleitung Gespräche führte.

"Ich versuchte, mit der Rennleitung zu sprechen, doch sie hörten mir nicht zu. Deswegen probierte ich es über diesen Weg. Ich denke, sie haben das Problem unterschätzt, weil niemand damit rechnete. Ich rechnete auch nicht damit", betont Rossi, der überzeugt ist, dass die Kontroversen beim Grand Prix in Sepang vermeidbar waren.

"Das Problem wurde unterschätzt. Es hätte vermieden werden können, wenn man in Malaysia zusammen gesprochen hätte", ärgert sich der Yamaha-Werkspilot, der nicht davon ausgeht, irgendwann wieder ein freundschaftliches Verhältnis mit Marquez zu haben: "Es wird nie wieder so sein, wie es war", unterstreicht der Italiener.

"Es wäre auch für Marquez besser gewesen, wenn er sein eigenes Rennen gefahren wäre. Es war absolut eindeutig, welche Intentionen er hatte. Das Rennen in Valencia war das Sahnehäubchen", schimpft Rossi, der Marquez seitdem nur als Gegner ansieht: "Wir müssen nur gegeneinander fahren. Ich möchte, dass wir uns darauf konzentrieren und nicht darüber nachdenken, ob wir die Hände schütteln oder nicht."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Motorrad-WM: News

Weitere Artikel:

Aston Martin mit Showcar

Aston Martin zeigt Lackierung für 2026

Aston Martin hat sein Design für 2026 auf einem Showcar präsentiert, obwohl der AMR26 beim Shakedown schon gefahren war: Zündet Adrian Neweys Genie?

F1 Barcelona "Shakedown": Tag 2

Red Bull mit dem ersten Unfall 2026

Bestzeit für Max Verstappen, Unfall von Isack Hadjar: Im Privatduell mit Ferrari schreibt Red Bull am Dienstag die Schlagzeilen - alle anderen Teams haben verzichtet

Auch Haas hat sein neues Formel-1-Auto bereits vor dem Barcelona-Test erstmals auf die Strecke geschickt - Oliver Bearman spulte in Fiorano die ersten Kilometer ab

Alex Marquez fährt am dritten und letzten Testtag in Sepang Bestzeit - Auch bei der Sprint-Simulation zeigt der Gresini-Ducati-Fahrer eine starke Pace

Kurz vor dem Formel-1-Test in Bahrain hat McLaren das finale Design für den MCL40 von Lando Norris und Oscar Piastri präsentiert: Die Farben sind keine Überraschung