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Homologation: WTCC will Kosten drücken

Einsparungen von 200.000 Euro pro Saison: Die WTCC will die Einsatzkosten der Fahrzeuge deutlich senken und so die Privatteams entlasten.

Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) soll billiger werden, damit sie vor allem für Privatteam weiterhin attraktiv bleibt. Dazu sollen nach dem Willen von Serienchef Francois Ribeiro ab dem kommenden Jahr die Einsatzkosten der Fahrzeuge deutlich gesenkt werden. "Wir haben bereits mit der FIA und dem Team über Kostenbegrenzung gesprochen. Ich möchte am Chassis und am Motor ansetzen", sagt Ribeiro. "Ich möchte die Einsatzkosten der Privatteams um 200.000 Euro pro Saison senken."

Das ist ein überaus ambitioniertes Ziel und entspräche einer Einsparung von gut 20 Prozent. Aktuell kalkulieren Privatteams wie ROAL oder Münnich mit rund einer Million Euro pro Auto und Saison. So schlägt alleine das Leasing der Motoren bei den Herstellern Citroen, Mugen (Honda) oder RML (Chevrolet) mit gut 200.000 Euro zu Buche. Dies soll einer der Ansatzpunkte sein.

Doch auch bei den restlichen Bauteilen der Fahrzeuge sieht Ribeiro Einsparmöglichkeiten. "Die Ersatzteile sind ebenfalls zu teuer. Brauchen wir beispielsweise unbedingt einen Unterboden aus Kohlefaser, der alleine 12.000 Euro kostet?", fragt er sich. Die vielen Kohlefaser-Bauteile der TC1-Autos, die aktuell vom Reglement noch vorgeschrieben sind, sind ein erheblicher Kostenfaktor.

Deshalb spielt die WTCC mit dem Gedanken, im nächsten Homologationszeitraum 2017 bis 2020 die Verwendung günstigerer Materialien vorzuschreiben. "Wenn sie 20 oder 30 Kilogramm schwerer wären und dafür einen Holzunterboden haben und das Dach und die Motorhaube nicht aus Kohlefaser ist, würde das etwas am Aussehen der TC1-Autos ändern?", stellt der Serienchef eine weitere rhetorische Frage.

Allerdings stellt sich im Gegenzug die Frage, warum diese teuren Materialien bei der Formulierung des technischen Reglements für die TC1 überhaupt vorgeschrieben wurden. ""Es war der Ehrgeiz, die TC1-Autos attraktiver, leichter, schneller zu machen", erklärt Ribeiro. "Das können wir aber auch erreichen, wenn wir einige Dinge ändern und die Autos etwas kosteneffizienter machen."

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