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DTM: Wolokolamsk

Disqualifikation: Blomqvist verliert Pole

Tom Blomqvist nach Qualifying disqualifiziert: BMW-Pilot verliert Pole-Position und muss vom letzten Platz starten - Bruno Spengler neuer Polesitter.

Fotos: DTM

BMW-Pilot Tom Blomqvist, der vor gut eineinhalb Stunden die Pole-Position für das Sonntagsrennen der DTM 2017 am Moskau Raceway geholt hat, wurde disqualifiziert. Wegen einer zu geringen Benzinmenge im Tank seines BMW entschieden die Sportkommissare, den Briten aus der Wertung des Qualifying zu nehmen.

Laut Artikel 29a.1b des Sportlichen Reglements muss mindestens ein Kilogramm Benzin im Tank sein, um bei der technischen Kontrolle eine Benzinprobe zu entnehmen. Dies war bei Blomqvist nicht der Fall und somit wurde er disqualifiziert.

"Platz eins in zweiten Qualifying...für eine Stunde!", twittert ein enttäuschter Blomqvist. "Disqualifikation wegen einer Falschberechnung der Benzinmenge. Ich werde als Letzter starten!"

Blomqvist muss von hinten starten

Glück im Unglück: Blomqvist darf am Rennen teilnehmen, muss aber von letzten Platz aus starten. Die Pole-Position erbt sein Teamkollege Bruno Spengler, der neben Mattias Ekström aus der ersten Reihe ins Rennen gehen wird. Rene Rast und Paul di Resta stehen in der zweiten Startreihe. Alle anderen Fahrer rücken eine Position nach vorne.

Die Meisterschaftspunkte für die Top 3 im Qualifying gehen somit an Spengler (3), Ekström (2) und Rast (1).

Jamie Green, der aufgrund seiner dritten Verwarnung des Jahres um fünf Plätz zurückversetzt wurde, startet von Rang 15.

Das Rennen startet um 13:40 Uhr MESZ.

Der sportliche Ablauf des Qualifyings

Mit einer Bestzeit von 1:26.518 Minuten sicherte sich Tom Blomqvist die Pole-Position für das zweite Rennen der DTM 2017 am Moskau Raceway. Neben dem BMW-Fahrer wird Markenkollege Bruno Spengler (+0,061) aus der ersten Reihe starten. Dritter wurde Mattias Ekström (+0,064) vor Halbzeitmeister und Sieger des Samstagsrennens Rene Rast (+0,217). Blomqvist lag mit seiner Bestzeit 0,517 Sekunden unter der schnellsten Rundenzeit im ersten Qualifying am Tag zuvor, die Marco Wittmann setzte.

Die Top 10 komplettierten Paul di Resta (5./Mercedes), Timo Glock (6./BMW), Marco Wittmann (7./BMW), Maxime Martin (8./BMW), Loic Duval (9./Audi) und Gary Paffett (10./ Mercedes).

Für Startplatz eins erhält Blomqvist drei Meisterschaftspunkte. Spengler werden zwei Zähler, Ekström ein Punkt auf das Meisterschaftskonto gutgeschrieben.

BMW in Startreihe eins

Der Polesetter war zufrieden mit dem Ergebnis. "Ich bin sehr glücklich, zum zweiten Mal in der Saison auf Pole zu stehen. Es ist ein tolles Gefühl", sagt Blomqvist. "Ehrlich gesagt habe ich nicht erwartet, so weit vorne zu stehen. Im ersten Run lag das Auto nicht so gut. Im zweiten Run lief es dann deutlich besser. Ich bin froh, dass wir einen Sprung nach vorne machen konnten. Die harte Arbeit des Teams hat sich heute ausgezahlt."

Weil er im dritten Freien Training die weiße Line bei der Boxeneinfahrt überfahren hat und es seine dritte Verwarnung des Jahres ist, wird der Schnellste des dritten Freien Trainings, Jamie Green, in der Startaufstellung fünf Plätze nach hinten versetzt. Statt vom elften muss der Brite vom 16. Platz aus starten.

Für die Ingolstädter war es eine durchwachsene Qualifikation. "Es war ein gemischtes Qualifying für uns. Am Anfang sah es noch sehr gut aus, aber zum Schluss sind die BMW stark geworden. Nichtsdestotrotz stehen wir mit Mattias und Rene sehr gut da", erklärt Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

Gemischte Gefühle bei Audi

Er ergänzt: "Wir müssen sehen, dass wir im Rennen kontant fahren können, wie wir es auch in der Vergangenheit gezeigt haben. Dann haben wir die Möglichkeit auf ein sehr gutes Ergebnis. Jamie hat keine gute Runde erwischt, das heißt, er wird von relativ weit hinten starten wegen seiner Strafversetzung. Ich freue mich für Loic, dass er es in die Top 10 geschafft hat als drittbester Audi."

Di Resta war auf Rang fünf der beste Mercedes. "Nachdem sich an den Voraussetzungen seit gestern nichts geändert hat, war das Ergebnis so zu erwarten. Aber wir haben gestern auch gesehen, dass im Rennen trotzdem einiges möglich sein kann", kommentiert Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz.

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