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Formel 1: News

Keine Nachtrennen in Aserbaidschan

In Baku schätzt man die Kosten für ein Flutlichtrennen auf bis zu 30 Millionen Euro; die Zuschauerzahlen sind dafür nicht gut genug.

Der Grand Prix von Aserbaidschan in Baku wird auf absehbare Zeit nicht zu einem Nachtrennen werden. Nachdem immer wieder von solchen Plänen zu hören war, erklärte Veranstalter Arif Rahimov diese Idee nun für auf Eis gelegt. "Es wird noch einige Jahre lang ein Tagrennen bleiben", stellte er klar. Seinen Schätzungen zufolge wären 20 bis 30 Millionen Euro notwendig, um die sechs Kilometer lange Strecke mit Flutlicht zu illuminieren.

Das ist selbst Aserbaidschan mit seinen Erdölvorkommen zu teuer. "Ich habe erlebt, was in Singapur alles unternommen wird. Es bedeutet massiv viel Arbeit", deutete Rahimov den logistischen und organisatorischen Aufwand an. Lieber will er sich dem ebenfalls kniffligen Unterfangen widmen, die Zuschauerzahlen zu erhöhen: "Es ist kein Geheimnis, dass wir keine Motorsportnation sind. Wir müssen uns entwickeln, und das will geplant sein."

2017 kamen am gesamten Rennwochenende 71.541 Fans an den Baku City Circuit. Das waren 32 Prozent mehr als bei der Premiere als Grand Prix von Europa ein Jahr zuvor, vor allem jedoch dank der steigenden Anzahl ausländischer Besucher. Eine Verdopplung bleibt das kurzfristige Ziel, damit sich die an die Formel-1-Inhaber zu bezahlende Antrittsgebühr besser rechnet. "Die Summen wollen wir nicht zum Thema machen", gab sich Rahimov schmallippig, der aber einheitliche Sätze für Rennen in Europa und in Übersee fordert.

Aus dem mit Bernie Ecclestone abgeschlossen, noch acht Jahre laufenden Vertrag gibt es ohnedies keinen Ausweg, also gilt es, aus dem neuen Termin am 29. April 2018 das Beste zu machen. "Wir mussten das Rennen verlegen, weil Aserbaidschan seinen 100. Geburtstag feiert. Es gibt eine Parade im Bereich der Boxengebäude. So können wir die ganze Anlage vorher abbauen", erklärte Rahimov, warum in Baku nicht erneut im Juni gefahren wird. Er will den frühen Termin aber nicht zur Gewohnheit werden lassen: "Wir möchten 2019 definitiv wieder im Juni fahren."

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