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Formel 1: Analyse

Palmer Anwärter auf Williams-Cockpit?

Jonathan Palmer möchte seinem Sohn zu einem Cockpit im Williams-Team verhelfen; Jolyon habe das bis Jahresende selber in der Hand.

Jonathan Palmer rechnet damit, dass sein Sohn Jolyon ein Anwärter für ein Williams-Cockpit in der Formel-1-Saison 2018 ist. Wie der Vater und Geldgeber des scheidenden Renault-Piloten erklärte, würden ihn die jüngste Vorstellungen des Filius zuversichtlich stimmen. "Wenn er Leistungen bringt wie hier oder im Qualifying von Spa-Francorchamps kann man sich vorstellen, dass es eine Williams-Chance gibt", so Palmer in Singapur.

Das Problem ist, dass bei Williams die Interessenten bereits Schlange stehen, schließlich winkt realistisch betrachtet bei keinem anderen Rennstall ein noch halbwegs konkurrenzfähiges Auto. Sollte allerdings der Brasilianer Felipe Massa nochmals verlängern, käme nur das Cockpit Lance Strolls infrage. Der kanadische Teenager verfügt jedoch über einen noch reicheren Vater und überzeugte heuer zumindest sporadisch mit seinem Talent.

Überdies geistert der Name Robert Kubica durch die Gerüchteküche. Der Pole steht kurz vor Testfahrten mit Williams und wäre ohne Zweifel ein PR-Coup. Es wird also eng für Palmer. "Das Interesse von Teams ist dynamisch, es ändert sich ständig. Es steigt und nimmt wieder ab. Manchmal geht die Presse naiv von einem festgefahrenen Image eines Piloten aus", meint Jonathan Palmer zur Ehrenrettung seines Sohnes gegenüber dessen Kritikern. Die mitunter harschen Kommentare hätte er nicht verdient, glaubt der Vater.

Ihn stört offenbar, dass viel Technikpech an Jolyons Dienstwagen übersehen worden und der Ex-GP2-Meister als Weichei abgestempelt worden sei. "Es war wirklich, wirklich hart. Man muss ihm lassen, dass er ein richtig zäher Typ ist", lobt ihn immerhin sein Vater. "Seine Aussichten hat Jolyon weitgehend selbst in der Hand. Wenn ich Williams wäre, hätte ich seine Leistung in Singapur gewiss bemerkt. Es war das perfekte Gegenmittel für alle Fragezeichen." Schon in Malaysia könnte Palmer gegen seinen Nachfolger Carlos Sainz junior ausgetauscht werden und so gänzlich aus dem Paddock der Formel-1-WM verschwinden.

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