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Rallycross-ÖM: Wachauring II

Fallen am Sonntag ÖM-Entscheidungen?

Die heimische Rallycrosselite trifft sich in Melk zum vorletzten ÖM-Lauf; mit dabei u.a. Gerald Eder, Alois Höller und Max Pucher.

Fotos: Walter Vogler

Am kommenden Sonntag, dem 3. September, wird auf dem Wachauring in Melk der vorletzte Rallycrossmeisterschaftslauf 2017 ausgetragen. Als Veranstalter fungiert dort heuer zum bereits zweiten Mal die ÖAMTC-Fahrtechnik mit ihrer Mannschaft; an deren Spitze: Wachauring-Boss Johannes Danzinger, Rennleiter Roland Frisch und Rennleiter-Stellvertreter Thomas Leichtfried. Berücksichtigt man die Ergebnisse des vergangenen Wochenendes in Greinbach kann es in Melk schon zu Vorentscheidungen in der heimischen RX-Meisterschaft kommen.

Super Cars: Titelverteidiger Max Pucher aus Hinterbrühl (Ford Fiesta) erreichte in Greinbach einen zweiten Platz hinter dem ungarischen Sieger Tamás Pál Kiss (Peugeot 208). Damit konnte Pucher sein Punktekonto in der heimischen Meisterschaft auf seinen schärfsten Verfolger Alois Höller (Ford Focus) auf 46 Punkte weiter ausbauen. Höller hatte Pech: Sein Wagen überschlug sich im Finale, das Rennen wurde abgebrochen und musste neu gestartet werden. Trotzdem will Höller in Melk und beim Finale in Fuglau seine äußerst geringen Titelchancen noch wahrnehmen.

Gelingen Pucher in Melk jedoch einige Punkte, kann er bereits den Sekt einkühlen und an eine erfolgreichen Titelverteidigung denken. Höller muss aber auch auf seinen Verfolger Gerald Eder (Škoda Fabia) schauen. Der Lokalmatador liegt nur vier Punkte hinter dem Oberösterreicher und könnte sich in den restlichen beiden Rennen zum Vizemeister machen. Auch Tristan Ekker (VW Polo), Christoph Holzner, Rene Derfler und Roland Rohrer (alle Mitsubishi Lancer) sind für Plätze im Mittelfeld gut.

Super 1600: In dieser Kategorie sollte es zu einem Zweikampf zwischen dem meisterschaftsführenden Österreicher Raphael Dirnberger und Jan Ratajski (beide Škoda Fabia) kommen. Der Mann aus der Tschechischen Republik liegt nur 14 Punkte hinter dem Oberösterreicher zurück. Zuletzt hatte Ratajski in Greinbach die Nase vorne. Seine Rallycrosspremiere feiert in dieser Klasse Christoph Zellhofer, der normalerweise im Rallyesport bzw. im Suzuki Motorsport Cup unterwegs ist. Er steuert in Melk folgerichtig einen Suzuki Swift.

Super Touring Cars über 2.000 cm³: Die Fans dürfen sich auf einen beinharten Zweikampf zwischen dem Landfriedstettner Karl Schadenhofer (VW Golf IV) und dem Leibener Michael Stoklassa (BMW E36) freuen. Die beiden Niederösterreicher sind in der Meisterschaft derzeit nur durch sieben Punkte getrennt. Zuletzt in Greinbach feierte Schadenhofer einen vollen Erfolg vor Stoklassa. Weitere Podestanwärter sind Mathias Brunner (Mini Cooper), Hans Eigenbauer (Škoda Fabia), der Tscheche Karel Vaclavik (VW Golf), Sebastian Fraissl und Lukas Hinterberger (beide BMW E36). Gespannt darf man in dieser Klasse auf das Antreten von Lokalmatador Peter Freinberger (Volvo 242) sein.

Super Touring Cars bis 2.000 cm³: Noch ist nicht klar, ob der überragende Tscheche Roman Častoral an den Start gehen wird. Er hat heuer mit seinem Opel Astra bereits sechs Mal gewonnen und liegt in der Meisterschaft mit einem Vorsprung von 71 Punkten auf den St. Leonharter Heinz Glinz (Renault Clio) in Führung. Da Glinz aber nur mehr 70 Punkte holen kann, steht Častoral schon als Meister fest. Sollte der Tscheche deshalb nicht starten, kommt es zwischen Glinz und Martin Jakubowics (Renault Clio) zu einem Duell um den Vizemeistertitel. Beide trennen – ohne Berücksichtigung eines Streichresultats – 52 Zähler.

Super Touring Cars bis 1.600 cm³: Drei Teilnehmer haben noch Chancen auf den Titel. Derzeit führt der Burgenländer Daniel Karlovits (Honda Civic) mit 35 Punkten Vorsprung auf Lokalmatador Thomas Mühlbacher (Toyota Corolla) und mit 47 Zählern auf die Hollabrunnerin Birgit Kuttner (Honda Civic). Jeder Ausgang ist möglich. Zuletzt in Greinbach gewann Thomas Mühlbacher das Finale, Daniel Karlovits wurde Dritter und Birgit Kuttner Fünfte. Weil die in Greinbach zweit- bzw. viertplatzierten Ungarn in Melk nicht starten, werden sich auch Alexander Kaar, Richard Förster (beide VW Polo), Patrick Riedl (Citroën Saxo), Andreas Hipfl (VW Polo), Markus Werfring (VW Golf) und Hubert Spitzhofer (Suzuki Swift) um den Finaleinzug bemühen.

National 1600: Mit 23 Nennungen ist dies die zahlenmäßig am stärksten besetzte Klasse in Melk. In der Meisterschaft führt momentan Dominik Janisch (VW Polo) mit 20 Punkten Vorsprung auf den Sieger von Greinbach, Robert Vogl (Citroën Saxo). Auf Platz drei liegt derzeit Andreas Hungendorfer (Citroën Saxo), sein Rückstand auf Janisch beträgt derzeit 23 Punkte. Im Kampf um den OSK-Pokal ist also noch sehr viel möglich. Natürlich kann auch jeder der restlichen 20 Piloten für eine Überraschung sorgen.

Download Zeitplan: [pdf, 476 KB]

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