MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
DTM: Lausitzring

Mortara gewinnt kurzes Abbruchrennen

Nach einem Startcrash sowie einem Überschlag von René Rast siegte Edoardo Mortara (Mercedes) im Sprintrennen; keine Punkte für Audi.

Erster Sieg für Edoardo Mortara in Mercedes-Diensten: Der Italiener überquerte im ersten DTM-Lauf auf dem Lausitzring nach zahlreichen Unfällen als Erster die Ziellinie und blieb dabei knapp vor Timo Glock (2.) sowie Philipp Eng (3.; beide BMW). Das Rennen wurde vom heftigen Unfall des amtierenden DTM-Champions René Rast überschattet, der nach einem Restart mit Joel Eriksson und Loïc Duval kollidierte und sich überschlug. Sein Audi RS5 DTM wurde dabei so stark zerstört, dass die Rohrrahmenkonstruktion des Silhouettenfahrzeugs zum Vorschein kam; Rast signalisierte aber sofort, dass er in Ordnung war, und wurde zur ärztlichen Untersuchung ins Streckenhospital gebracht.

Grund für den Neustart nach der vorangegangenen Safety-Car-Phase war ein Startunfall zwischen Jamie Green und Nico Müller: Der auf Startplatz neun stehende Schweizer kam nicht vom Fleck; René Rast und Mike Rockenfeller konnten noch ausweichen, doch der Brite sah den Audi – wohl auch, weil offenbar keine gelben Warnflaggen geschwenkt wurden – zu spät und krachte in dessen Heck. Beide Autos wurden schwer beschädigt, die Piloten kamen unverletzt davon. Erst nach einem weiteren Umlauf wurde das Feld vom Safety Car durch die Boxengasse geführt, damit die Start-Ziel-Gerade von Trümmerteilen gereinigt werden konnte.

An der Spitze konnte der von Pole gestartete Lucas Auer seine Führung vor Bruno Spengler und Philipp Eng, der ebenfalls aus der ersten Reihe kam, behaupten. Dahinter reihten sich zunächst Timo Glock und Pascal Wehrlein ein. Nach sechs langen Runden hinter dem Safety Car folgte der Neustart im Indianapolis-Stil, doch nur kurz danach wurde das Rennen nach dem Überschlag von Rast mit der roten Flagge unterbrochen. Erst nach weiteren 16 Minuten konnte erneut gestartet – nach einer halben Stunde war noch keine Runde unter Rennbedingungen abgespult worden.

Am Ende sicherte sich Edoardo Mortara nach nur 21 Runden seinen ersten Sieg mit Mercedes. Als Vierter kam Lucas Auer (Mercedes) vor Bruno Spengler (5.; BMW) und Paul di Resta (6.; Mercedes) ins Ziel. Marco Wittmann (7.; BMW), Pascal Wehrlein (8.; Mercedes), Gary Paffett (9.; Mercedes) und Augusto Farfus (10.; BMW) komplettierten die Top 10. Audi blieb somit gänzlich ohne Punkte. Für Rookie Philipp Eng, der das Sprintrennen zwischenzeitlich sogar angeführt hatte, war es das erste Podium im erst dritten Lauf: "Ich bin extrem happy, ein unglaubliches Rennen. Am Ende hatte ich kein DRS mehr und musste leider die Segel streichen. Ich hätte so gerne gewonnen, aber ich stehe am zweiten Wochenende auf dem Podium. Was will ich mehr? Wirklich extrem cool."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

DTM: Lausitzring

Weitere Artikel:

Offiziell: GP-Distanz wird verkürzt

Formel-1-Rennen werden kürzer!

Die Formel-1-Kommission hat eine Verkürzung der Grand-Prix-Distanz jetzt auch offiziell beschlossen - Das Drei-Stunden-Limit für Rennen wird zudem aufgehoben

GP von Bahrain in Sepang: Qualifying

Verstappen vor Hamilton - Mercedes chancenlos

Red Bull ist beim Grand Prix von Bahrain wieder voll da: Max Verstappen auf Pole, Isack Hadjar auf Platz 3 - und dazwischen Lewis Hamilton in der ersten Startreihe

DTM-Rennen Sachsenring – Hintergründe

Halbfinale in der DTM

Das vorletzte Rennwochenende der Saison 2026 stand ganz im Zeichen der Taktik. Wer schafft es, sich die beste Ausgangsposition für den in rund vier Wochen in Hockenheim anstehenden Showdown herauszufahren. Vor allem Thomas Preining, aber auch Maro Engel und Marco Wittmann haben die besten Ausgangspositionen für das Finale.

Nach dem ersten Grand-Prix-Sieg von Pedro Acosta in der Königsklasse sprechen er selber, Pit Beirer und Crewchief Paul Trevathan über die Tragweite dieses Erfolgs

Brisante Trennungsgerüchte

WEC ohne die 24h Le Mans?

Droht der Langstrecken-WM 2027 eine Trennung von ihrem Promoter? Die FIA reagiert auf den Bericht und erklärt, wie es mit dem ACO weitergeht