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Motorsport: News

Porsche LMP2000 nach 20 Jahre zu sehen

Der sagenumwobene Porsche LMP2000 von 1998 hatte beim Goodwood Festival of Speed nach 20 Jahren seinen ersten öffentlichen Auftritt.

Bildquelle: Werk

Nach 20 Jahren hat der Porsche LMP2000, ein Le-Mans-Prototyp, der zwischen 1998 und 2000 unter strenger Geheimhaltung entwickelt wurde, im Rahmen des Festival of Speed im britischen Goodwood seinen ersten öffentlichen Auftritt erlebt.

Der offene Sportwagenprototyp mit der internen Kennung 9R3 war unter Federführung von Norbert Singer in Weissach entstanden und sollte an den 24 Stunden von Le Mans teilnehmen. Die damaligen Porsche-Werkspiloten Allan McNish und Bob Wollek spulten etliche Testkilometer auf dem firmeneigenen Gelände ab, eine Rennstrecke hat der Porsche LMP2000 jedoch nie gesehen. Warum das Fahrzeug nie im Wettbewerb eingesetzt wurde, ist immer noch umstritten.

Aus Porsche-Kreisen war zu hören, dass Vorstandschef Wendelin Wiedeking das Projekt trotz versprechender Testdaten annullierte; es habe zur Jahrtausendwende nicht zur Konzernstrategie gepasst, ein solch umfangreiches und teures Rennprogramm zu unterhalten. Andere Stimmen behaupten, ein Mangel an Konkurrenz sei der Grund gewesen, während sich gleichzeitig bis heute auch das Gerücht hält, dass man der VW-Schwester Audi das Feld überlassen wollte bzw. sollte.

Das Kohlefaserchassis des LMP2000 wurde von Porsche gemeinsam mit Lola gefertigt. Im Heck arbeitete ein V10-Motor, der zunächst als 3,5-Liter-Version in der Formel-1-WM 1992 für Arrows vorgesehen war, dann aber auf 5.000 bzw. 5.500 cm³ erweitert wurde; später verwendete man das Triebwerk als Basis für das Konzeptfahrzeug des Porsche Carrera GT. Ursprünglich war ein 3,2-l-Sechszylinder vorgesehen gewesen, von dem man allerdings aufgrund von Kühlproblemen und des hohen Gewichts Abstand nahm.

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