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Formel 1: News

Montezemolo wettert gegen Marchionne

Amüsantes Scharmützel zwischen dem Ex-Ferrari-Präsidenten und seinem Nachfolger – Letzterer sei auf seine Erfolge äußerst neidisch.

Der frühere Ferrari-Präsident Luca Montezemolo und sein Nachfolger Sergio Marchionne werden offenbar keine Freunde mehr: In einem TV-Interview im Rahmen einer Austellungseröffnung in Köln erklärte der 70jährige: "Es stimmt mich wirklich traurig, dass Marchionne wegen der Vergangenheit sehr neidisch ist."

Montezemolo spielt auf die Ferrari-Dominanz der Formel-1-WM, als Michael Schumacher zwischen 2000 und 2004 mit Teamchef Jean Todt, Technikboss Ross Brawn und ihm mehrere WM-Titel in Serie holte. "Natürlich ist Ferrari immer präsent, und ich hoffe, dass es bald wieder in der Lage ist, zu triumphieren", meinte er, "aber manchmal im Leben – nach 24 glücklichen Jahren mit Siegen von Niki, Michael, Kimi und 19 Titeln ist es genug."

Ob er damit zum Ausdruck bringen will, dass die Scuderia zu gesättigt oder ihr Glück aufgebraucht sei, verriet Montezemolo nicht. Er erhöht damit aber den Druck auf Marchionne, weil er sagte, dass Ferrari zum eigenen Wohle und zum Wohle der Formel-1-WM wieder einen Titel holen müsste.

Montezemolo, nunmehr Chef der strauchelnden Fluggesellschaft Altialia, trat im September 2014 als Ferrari-Präsident zurück. Unter seiner Ägide hatte Kimi Räikkönen 2007 den letzten Titel in der Fahrer-WM für die Italiener geholt. Anschließend übernahm Fiat-Sanierer Marchionne das Ruder und ließ kaum einen Stein auf dem anderen, hatte mit seinem Kurswechsel aber nur überschaubaren Erfolg – zumindest, was den Rennsport betrifft.

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