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Formel 1: Interview

Pérez ohne Chance auf ein Topcockpit?

Der Mexikaner hat den Traum, für ein Spitzenteam zu fahren, noch nicht begraben, doch allzu gut stehen seine Chancen darauf nicht.

Vor einiger Zeit galt Sergio Pérez noch als Anwärter auf ein Cockpit bei einem der Siegerteams; weil er mit Force India ab und an auf dem Podium landete und den hochgehandelten Nico Hülkenberg meist im Griff hatte, lockte nach seinem McLaren-Ausflug durchaus eine zweite Chance, doch spätestens heuer hat sich die Situation gewandelt – und vom Mexikaner spricht kaum noch jemand.

"Ich kenne die Gründe dafür nicht", haderte er mit seinem Schicksal. "In den vergangenen Saisonen habe ich sehr starke Leistungen gezeigt; so gesehen gibt es nicht viel, was ich noch tun kann." Pérez wurde in den vergangenen beiden Jahren jeweils Siebenter der Gesamtwertung und somit 'best of the rest' hinter den drei Topteams. "Ich habe gute Fahrer wie Hülkenberg in der gemeinsamen Zeit geschlagen, weshalb ich glaube, dass ich so gut wie jeder andere sein kann", sagte er.

Allerdings kann "Checo" sein Potenzial in dieser Saison nicht zeigen: Force India ist deutlich zurückgefallen, sodass Pérez nach drei Rennen noch immer auf seinen ersten WM-Punkt wartet. Teamkollege Esteban Ocon hat immerhin schon einen Zähler auf dem Konto und im Duell der Kellerkinder somit die Oberhand, auch wenn er von einigen Erstrundenzwischenfällen seines Teamrivalen profitieren konnte. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte Pérez nach drei Rennen 14 Zähler auf dem Konto, Ocon erst drei.

Das frustriert ihn, wie Pérez zugab: "Man weiß, dass man jeden schlagen kann. Man kann starke Leistungen bringen, aber man hat einfach nicht die Möglichkeit dazu", argumentierte er, denn in der Formel-1-WM komme es enorm auf die Konkurrenzfähigkeit des Autos an. Platz sieben in den Vorjahren mag ihm zufolge zwar nicht nach viel klingen, aber das könne in Sachen Arbeit und Geschwindigkeit genauso viel wert wie ein WM-Titel sein.

Dennoch dürfte für ihn der Zug nach ganz vorne abgefahren zu sein, denn die siegfähigen Rennställe haben andere Namen auf dem Zettel. Seinen Traum vom Topcockpit aufgegeben hat der Mexikaner aber dennoch nicht: "Ich habe immer noch das Ziel, dass ich eines Tages die Chance bekomme, um die bestmöglichen Resultate zu kämpfen, weil ich glaube, dass ich so gut wie jeder andere bin. Ich hoffe, das ich schon bald die Möglichkeit bekomme, mein wahres Potenzial zu zeigen."

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