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Rallye Dakar 2020

X-raid mit Starbesetzung

Neben den Top-Piloten Stephane Peterhansel und Carlos Sainz werden auch allradgetriebene Mini zum Dakar-Einsatz kommen.

Fotos: X-raid

Das deutsche X-raid-Team nimmt die Rallye Dakar in Saudi-Arabien mit einem großen Aufgebot in Angriff. Stephane Peterhansel und Carlos Sainz werden den zweiradgetriebenen Mini Buggy steuern. Dazu kommen auch mehrere allradgetriebene John Cooper Works Rally zum Einsatz. Jakub Przygonski, Orlando Terranova und Wladimir Wasiljew werden den bewährten JCW steuern.

Dazu kommen noch einige weitere Privatfahrer, die technisch von X-raid unterstützt werden. Insgesamt werden neun Mini-Fahrzeuge in Saudi-Arabien am Start stehen. Boris Garafulic musste seine Teilnahme an der Dakar kurzfristig absagen. Grund sind die Unruhen und die angespannte politische Situation in seinem Heimatland Chile.

Seit 2015 wartet X-raid auf den nächsten Gesamtsieg. Auf dem Papier sind Rekordsieger Peterhansel (mit Beifahrer Paulo Fiuza) und Sainz (mit Beifahrer Lucas Cruz) zum Kreis der Favoriten zu zählen. Der Buggy mit einem Turbodiesel wurde im Laufe des vergangenen Jahres in vielen Details weiterentwickelt.

2019 gab es einige technische Probleme. Vor allem das System zum Ablassen und Aufpumpen der Reifen sorgte mehrmals für Zeitverlust und Frust bei den Fahrern. "Um die Dünen zu passieren, muss man den Reifendruck senken und nach den Dünen wieder erhöhen", sagt Sainz. "Das hat uns viel Kopfzerbrechen bereitet."

"Das Problem ist nun gelöst und ich denke, dass wir diesmal von der Arbeit im Vorjahr profitieren werden. Wir werden gegen Toyota kämpfen können", zeigt sich der zweimalige Dakar-Sieger optimistisch. "Wir haben auch das Gewicht des Autos um einige Kilogramm reduzieren können. Diesmal werden wir viel näher am vorgeschriebenen Mindestgewicht sein. Deswegen glauben wir, dass wir kämpfen können."

Auch die Frontpartie wurde überarbeitet. Das soll vor allem in den Dünen ein Vorteil sein, denn das Auto sollte nicht mehr mit der Nase in den Sand eintauchen, was bisher Geschwindigkeit gekostet hat. Im Vergleich zum allradgetriebenen Toyota hat der Buggy zwar nur Hinterradantrieb, aber er ist deutlich leichter und hat einen viel größeren Federweg.

Mit 13 Siegen ist Peterhansel der Rekordmann bei der Rallye Dakar. Ursprünglich wollte der Franzose mit seiner Frau Andrea als Beifahrerin antreten. Die Deutsche musste ihre Teilnahme aber kurz vor Weihnachten aus gesundheitlichen Gründen absagen. Stattdessen wird der Portugiese Fiuza als Navigator und Helfer dienen.

© Motorsport-Total.com

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