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Renaults erstes F1-Podium seit 2011 Daniel Ricciardo feiert Platz drei auf dem Nürburgring
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Erstes Formel-1-Podium seit 2011: Das hat Renault gefunden

Sky-Experte Nico Rosberg verrät, wie Renault in den vergangenen Rennen einen Aufwärtstrend geschafft hat - Teamchef Abiteboul: Das fehlt auf die Topteams

3.472 Tage oder 188 Rennen musste das Renault-Team auf das nächste Formel-1-Podium warten. Daniel Ricciardo erlöste das Team mit Platz drei im Grand Prix der Eifel und beendete damit die lange Durststrecke der Franzose, die zuletzt 2011 in Malaysia mit Nick Heidfeld jubeln durften. Doch wie kam es zur Leistungssteigerung in den vergangenen Rennen? Nico Rosberg weiß die Antwort.

"Ich habe von Renault gehört, dass sie im Windkanal einen Durchbruch geschafft haben, im Heck am Diffusor", verrät der Weltmeister von 2016 bei 'Sky'. Nun sei für die Mannschaft aerodynamisch mehr möglich. "Sie haben große Schritte gemacht und ihren Grip deutlich verbessert."

Das sei laut dem Deutschen der Grund, warum Renault in den vergangenen Rennen so stark performt hat. Ricciardo konnte sich seit dem Grand Prix von Belgien immer in den Top 6 platzieren, auch im Qualifying war er fünfmal in Serie in Q3 zu finden. Damit katapultierte er sich auch auf WM-Rang vier (78 Punkte).

"Natürlich fährt Dani wirklich gut, außerdem kommt Ocon im Qualifying immer näher ran. Sie sind nun wirklich nahe beisammen. Renault ist im Moment wirklich auf dem Weg vorwärts", resümiert Rosberg. Für den Australier selbst hat sich das Auto im Vergleich zum Vorjahr "sehr stark verbessert".

"Das Heck hat nun sehr viel mehr Abtrieb, was uns Fahrern mehr Vertrauen gibt, aufs Gaspedal zu stiegen und besser durch die Kurve zu kommen", bestätigt er Rosbergs Aussagen. Außerdem habe ein Update in Silverstone dabei geholfen, das Auto besser abzustimmen.

"Im Vorjahr konnten wir zeitweise zwar sehr schnell sein, waren dann aber auch wieder außerhalb der Top 10. Nun sind wir in der Lage, diesen 'sweet spot' besser zu treffen, dadurch haben wir mehr Performance", freut er sich. Den Beweis hat das Team auf dem Nürburgring erbracht.

Normalerweise kamen dem Renault Rennstrecken entgegen, auf denen wenig Abtrieb gefragt ist, wie etwa Monza. Aber auch auf Kursen, wo mit viel Abtrieb gefahren wird, wie auf dem Nürburgring, war Ricciardo stark unterwegs.

"Der Beweis ist: Wir haben es auf Strecken, wo wenig Abtrieb gefragt ist, ebenso gezeigt, wie auf Strecken mit viel Abtrieb. Es ist einfach ein gutes Paket. Wir sollten zuversichtlich auf die restliche Saison blicken." Dem kann Teamchef Cyril Abiteboul nur zustimmen.

Er bezeichnet den R.S.20 als "guten Allrounder". Der Franzose gesteht, dass die Mannschaft vor dem Eifel-Rennen Zweifel hatte, da zum ersten Mal seit Barcelona wieder mit dem High-Downforce-Paket gefahren wurde. "Ein paar Charakteristika, etwa was die Stabilität am Kurveneingang betrifft, konnten wir in Mugello und in Sotschi klären", erklärt er.

Der Nürburgring sei die letzte Strecke gewesen, auf der Renault die Fortschritte noch bestätigen musste. Diese Übung ist gelungen. Was fehlt dem Team nun noch, um regelmäßig auf das Podium zu fahren? "Wir müssen ehrlich sein, uns fehlt noch immer eine Sekunde oder ein Prozent Konkurrenzfähigkeit, um regelmäßig aufs Podium fahren zu können."

Motorsport-Total.com

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