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Walkner nach gemeinsamen Tests über Petrucci Quereinsteiger: Als MotoGP-Fahrer betritt Danilo Petrucci komplettes Neuland
KTM

Walkner: "Mussten Petrucci auch bremsen, denn es kann gefährlich sein"

Matthias Walkner ist von den gemeinsamen Wüstentests mit Danilo Petrucci beeindruckt - Der Dakar-Neuling ist schnell, aber er muss im Gelände aufpassen

Die Vorbereitung von Danilo Petrucci auf seinen ersten Start bei der Rallye Dakar in Saudi-Arabien war kurz. Im Herbst nahm der zweimalige MotoGP-Rennsieger an einem Navigationskurs von Jordi Viladoms in Spanien teil. Anschließend folgten erste Tests in der Wüste Dubais.

Die letzte Vorbereitung des KTM-Teams fand dort Anfang Dezember statt. Diesen Test musste "Petrux" vorzeitig abbrechen. Bei einer Landung nach einem Sprung hat sich der Italiener eine Blessur am rechten Knöchel zugezogen. Sein Start im Januar soll aber nicht gefährdet sein.

Bei den Wüstentests hat Petrucci erstmals mit seinen neuen Teamkollegen, den Dakar-Siegern Toby Price, Sam Sunderland, Matthias Walkner und Kevin Benavides zusammengearbeitet. Dabei holte er sich Tipps und Ratschläge, aber wie schätzen die erfahrenen Dakar-Helden den Quereinsteiger ein?

"Ich habe Danilo schon vorher etwas gekannt", sagt Walkner gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Menschlich ist er ein extrem lässiger, cooler und hilfsbereiter Typ. Er passt extrem gut zu uns. Dass Danilo mit dem Motorrad auch sehr gut offroad fahren kann, habe ich schon gewusst."

"Er ist ja auch schon das eine oder andere Rallye-Rennen in Italien gefahren. Dort hat er den italienischen Meister richtig fordern können. Deshalb war mir klar, dass er schnell fahren kann." Aber bei einer Marathonrallye geht es nicht nur um den Speed.

"Als er beim Lernblock bei uns dabei war, hat er auch die Navigation gut und schnell im Griff gehabt - beeindruckend schnell", lobt Walkner. "Aber wenn jemand in der MotoGP auf so einem hohen Level fahren kann, dann weiß er, wie man etwas angehen muss."

Danilo Petrucci "schon fast" auf dem Tempo der Profis

"Wir waren alle extrem positiv überrascht. Aber wir haben auch versucht, ihn ein wenig zu bremsen. Denn wenn man sich seine Spuren in der Wüste angesehen hat, wie schnell er schon gefahren ist, dann kann das auch gefährlich werden. Danilo ist schon fast unser Tempo gefahren."

Dass Petrucci Talent hat, ist bekannt. Die Navigation kann man lernen. Aber dem 31-Jährigen fehlt abseits der normalen Rennstrecken die Erfahrung. Bei den langen Etappen in unwegsamem Gelände kann ein kleiner Fehler, eine kleine Unachtsamkeit fatale Auswirkungen haben.

"Es kommen 100 Dünen, die genau gleich sind. Und dann kommt eine Abrisskante, ein Gegenhang oder ein Busch", schildert Walkner die Tücken der Rallye. "Am letzten Testtag gab es eine ungute Abrisskante, die wir alle beinahe übersehen hätten."

"Im Gegenhang habe ich dann schon eine Einschlagspur gesehen. Dort war ein Loch im Sand und man hat rundherum Fußabdrücke gesehen. Später habe ich in der Runde gefragt, wer es war. Dann ist Danilo schon hergekommen."

Bei dieser Situation hat sich Petrucci die Blessur am rechten Knöchel zugezogen, wie Walkner bestätigt: "Er hat sich dabei leider den Fuß leicht beleidigt und musste heimfliegen." Der Österreicher ist überzeugt, dass "Petrux" seine Lektion daraus gelernt hat.

Walkner glaubt nach seinen ersten Eindrücken von Petrucci auch, dass der Italiener die Dakar gut meistern kann: "Er ist richtig stark und ich glaube, er wird viele Halbinsider überraschen. Wenn er mit der Navigation halbwegs zurechtkommt, dann traue ich ihm Top 15 oder Top 20 auf alle Fälle zu."

Motorsport-Total.com

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