MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Erste Saison ohne Concessions für KTM Seit Mugello mischen Miguel Oliveira und KTM im Spitzenfeld mit
Motorsport Images

Erste Saison ohne Concessions für KTM: Hat sich das bisher bemerkbar gemacht?

Zum ersten Mal bestreitet KTM eine Saison ohne Vorteile im Reglement - Miguel Oliveira sieht keinen Unterschied und lobt die Arbeit vom Testteam mit Pedrosa

Dank der Erfolge in der MotoGP-Saison 2020 (drei Siege, fünf dritte Plätze) hat KTM den Status als "Concession-Team" verloren. Das bedeutet, dass in diesem Jahr nur noch sieben statt neun Motoren verwendet werden dürfen. Die Motorspezifikation ist zudem eingefroren.

Außerdem dürfen die Stammfahrer weniger testen. Wildcards sind auch auf drei beschränkt. Nur noch Aprilia kommt in den Vorteil dieser Ausnahmen. KTM ist mit Yamaha, Honda, Suzuki und Ducati gleichgestellt.

Der Schritt vom "Concession-Team" zu einem normalen Team war im Hintergrund von der Organisation und der langfristigen Planung ein großer. Vergangenen Winter hat KTM beim Motor das Augenmerk auf die Standfestigkeit gelegt.

Hat sich in der ersten Saisonhälfte in der Praxis etwas verändert? "Eigentlich nicht", findet Oliveira, der in Barcelona den einzigen Saisonsieg für KTM erobert hat. Der Portugiese nennt einen wichtigen Faktor im Gesamtprojekt: "Das Testteam hat sehr intensiv gearbeitet."

"Zu unserem Glück ist Dani [Pedrosa] fit, gesund und in sehr guter Form. Er kann viele Testtage absolvieren. Ganz am Anfang hatten wir vielleicht nicht das beste Testteam. Seit einigen Jahren hat KTM dieses Testteam mit Dani aufgebaut."

"Die Kommunikation basiert auf den Berichten der Grand-Prix-Wochenenden. Soweit funktioniert das sehr gut, es gibt keine Misskommunikation. Wir machen solide Fortschritte und können ausdrücken, was unserer Meinung nach das Motorrad braucht."

"Ich glaube, das ist ein Schlüssel für unsere Fortschritte", betont Oliveira. "Die Fabrik steht auch nie still und es gibt immer verschiedene Ideen. Das ist sehr gut, wenn man weiter Fortschritte machen will." Nach schwierigem Saisonstart schaffte KTM ab Mugello die Trendwende.

Brad Binder muss an sich selbst arbeiten

"Das ist eine der Stärken von KTM", lobt Brad Binder. "Zu Saisonbeginn waren wir in Katar nicht in der Position, in der wir sein wollten. Alle haben hart an Updates gearbeitet. Als sie gekommen sind, gab es sofort Ergebnisse. Ich bin sehr glücklich mit KTM."

Die Topresultate eroberte Oliveira. Seine jüngsten Platzierungen lauteten Zweiter in Mugello, Sieg in Barcelona, Zweiter auf dem Sachsenring, Fünfter in Assen. Binder hatte Mühe. Der Sachsenring und Assen waren für ihn mit dem MotoGP-Bike neue Strecken.

Seit Mugello lauteten die Ergebnisse des Südafrikaners: Fünfter, Achter, Vierter und Zwölfter. "Ich habe persönlich von der ersten Saisonhälfte etwas mehr erwartet", sagt Binder offen. "Es ist klar, dass ich mehr lernen und meine Pace verbessern muss.

"Wenn mir das gelingt, werde ich auch stark sein, weil wir ein sehr gutes Paket haben. Es wird extrem hart gearbeitet. Wir werden über das Jahr stärker und stärker." In der WM muss KTM den verlorenen Boden der ersten Rennen aufholen.

Mit 71 Punkten Rückstand auf Yamaha-Speerspitze Fabio Quartararo ist Oliveira WM-Siebter. Binder folgt auf Rang neun. In der Herstellerwertung ist KTM Dritter. Der Rückstand auf Yamaha beträgt 70 Zähler. Bei den Teams hat sich das Werksteam auf Rang vier nach vor gearbeitet.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Verstehe nicht, was sie wollen"

Maverick Vinales rechnet mit KTM ab

Maverick Vinales ist zurück, doch vor seinem Comeback in Motegi beschäftigt ihn nicht nur seine verletzte Schulter, sondern vor allem das Zerwürfnis mit KTM

"Was zum Teufel ist da passiert?"

Gaslys Monza-Wunder hielt nur kurz...

Von Pole gestartet und am Ende nur Siebter: Pierre Gaslys Monza-Wunder hielt nicht lange, doch gerade das macht seine Leistung am Samstag so verblüffend

Franco Colapinto reißt sowohl Teamkollege Pierre Gasly als auch Weltmeister Lando Norris aus dem Rennen: So erklärt der Alpine-Pilot seinen "großen Fehler" in Baku

Zu wenig Action in Madrid

Madring soll für 2027 geändert werden

Der Madring steht nach seinem Formel-1-Debüt vor möglichen Änderungen: Die FIA hat den Veranstaltern bereits konkrete Empfehlungen gegeben

Ferrari bezieht Stellung zu Gerüchten

Frederic Vasseur vor dem Aus?

Das Ferrari-Management bestätigt das volle Vertrauen in Teamchef Frederic Vasseur - Zuvor hatte es Gerüchte rund um Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner gegeben

Offiziell: Hadjar bleibt

Isack Hadjar verlängert bei Red Bull

Red Bull schafft Klarheit für 2027: Isack Hadjar bleibt Teamkollege von Max Verstappen - Teamchef Laurent Mekies erklärt die Entscheidung