MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye Dakar 2022: "Es ist noch lange nicht vorbei" Nach neun Etappen führt Matthias Walkner die Motorradwertung an
KTM

"Es ist noch lange nicht vorbei": Walkner denkt noch nicht an Dakar-Sieg

Drei Tage vor dem Ziel in Dschidda führt Matthias Walkner erstmals die Rallye Dakar an - Der Österreicher erwartet aber noch sehr schwierige Tage

Nach der neunten von insgesamt zwölf Etappen führt Matthias Walkner erstmals in diesem Jahr die Gesamtwertung der Rallye Dakar an. Auch KTM hat zum ersten Mal bei der aktuellen Ausgabe in Saudi-Arabien die Spitze übernommen. Walkner befand sich bisher die gesamte Rallye über in den Top 3.

Nach der ersten Etappe war der Österreicher Dritter. Diese Platzierung hielt der 35-Jährige an den folgenden Tagen. In der vierten Etappe verbesserte er sich auf Rang zwei. Nun hat Walkner nach Etappe neun zwei Minuten und zwölf Sekunden Vorsprung auf Sam Sunderland (GasGas).

"Es war ein extrem schneller Tag. Ich glaube, wir haben fast 120 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit gehabt", berichtet Walkner auf seiner Facebookseite. Im Tagesergebnis belegte er am Dienstag den vierten Platz.

"Mit 290 Kilometern war es einer der kürzeren Tage. Man kann trotzdem schnell viel Zeit verlieren. Mir war wichtig, dass ich voll in der Navigation bleibe, weil ich weiß, dass ich bei einem Fehler viel mehr Zeit verlieren würde, als wenn ich mir beim Fahren Zeit für die Navigation nehme."

"Beim Nachtanken habe ich gemerkt, dass meine Pace etwas zu langsam war. Dann habe ich zum Schluss hin alles gegeben und habe nur mehr gepusht. In den Sanddünen habe ich versucht, den Schwung auszunützen. Damit habe ich wieder Zeit gutgemacht."

Im Feld der Motorräder ist das Rennen um den Gesamtsieg komplett offen. Die ersten vier Fahrer befinden sich innerhalb von fünf Minuten. Walkner hat in diesem Jahr noch keinen Etappensieg erobert. Dreimal war er im Tagesergebnis Dritter.

Diese Konstanz war trotzdem bisher die richtige Strategie. "Jetzt habe ich die Gesamtführung übernommen", lacht der Österreicher. "Es sind aber noch zwei richtig lange Tage. Der letzte Tag ist normalerweise auch immer super knackig. Vom dem her ist es noch lange nicht vorbei."

Vor allem die vorletzte Etappe am Donnerstag wird als "Königsetappe" bezeichnet, denn sie soll sehr schwierig zu meistern sein. "Aber ich bin motiviert und fühle mich gut", ist Walkner zuversichtlich. "Das Motorrad funktioniert auch super. Von dem her freue ich mich, wenn es morgen wieder weitergeht." Im Jahr 2018 hat der KTM-Fahrer die Dakar in Südamerika gewonnen.

Gesamtwertung nach 9 von 12 Etappen (Top 10):
01. Matthias Walkner (KTM) - 30:14:03 Stunden
02. Sam Sunderland (GasGas) +2:12 Minuten
03. Adrien van Beveren (Yamaha) +3:56
04. Pablo Quintanilla (Honda) +4:41
05. Kevin Benavides (KTM) +10:41
06. Joan Barreda Bort (Honda) +10:57
07. Lorenzo Santolino (Sherco) +26:54
08. Stefan Svitko (KTM) +27:52
09. Jose Ignacio Cornejo (Honda) +32:30
10. Andrew Short (Yamaha) +34:59

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Verstehe nicht, was sie wollen"

Maverick Vinales rechnet mit KTM ab

Maverick Vinales ist zurück, doch vor seinem Comeback in Motegi beschäftigt ihn nicht nur seine verletzte Schulter, sondern vor allem das Zerwürfnis mit KTM

Franco Colapinto reißt sowohl Teamkollege Pierre Gasly als auch Weltmeister Lando Norris aus dem Rennen: So erklärt der Alpine-Pilot seinen "großen Fehler" in Baku

Chaos in der Formationsrunde

Warum sind die Fahrer im Regen ausgerollt?

FIA-Technikchef Nikolas Tombazis erklärt die Hintergründe zum Chaos in der Einführungsrunde von Sepang: Hamilton & Co. bleiben ohne Vortrieb liegen

Offiziell: GP-Distanz wird verkürzt

Formel-1-Rennen werden kürzer!

Die Formel-1-Kommission hat eine Verkürzung der Grand-Prix-Distanz jetzt auch offiziell beschlossen - Das Drei-Stunden-Limit für Rennen wird zudem aufgehoben

Ferrari bezieht Stellung zu Gerüchten

Frederic Vasseur vor dem Aus?

Das Ferrari-Management bestätigt das volle Vertrauen in Teamchef Frederic Vasseur - Zuvor hatte es Gerüchte rund um Ex-Red-Bull-Teamchef Christian Horner gegeben