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Rosberg-Team steigt aus der DTM aus Das Rosberg-Team wird 2023 nicht mehr in der DTM an den Start gehen
Motorsport Images

Rosberg-Team steigt aus der DTM aus: "Nennung macht so keinen Sinn"

Das Rosberg-Team verkündet den Rückzug aus der DTM nach 24 Jahren: Warum das einstige Audi-Erfolgsteam keinen anderen Ausweg sieht und wie es weitergeht

Hiobsbotschaft für die Mitarbeiter des Rosberg-Teams: Die Truppe von Kimmo Liimatainen, die gemeinsam mit Rene Rast dreimal den DTM-Titel holte, wird 2023 nicht mehr in der DTM am Start sein. Das hat das Team in einer Pressemitteilung offiziell bekanntgegeben.

Man habe "schweren Herzens" auf die Einschreibung verzichtet, weil man "keine Chance" sehe, die DTM sportlich und wirtschaftlich sinnvoll bestreiten zu können", erklärt das Team aus Neustadt an der Weinstraße, das seit der Gründung im Jahr 1994 abgesehen von der Saison 2005 immer Teil der DTM oder der ITC war.

"Wir wollen nicht nur mitfahren, sondern Rennen und auch Titel gewinnen. Das ist und bleibt unser Anspruch", erklärt Teamchef Liimatainen die Entscheidung. "Doch dafür benötigt man in der DTM Unterstützung, die wir in dem Maße bis zum Einschreibeschluss Anfang Februar leider nicht generieren konnten."

Warum Nennung "keinen Sinn" ergibt und was jetzt passiert

Somit mache eine Nennung "keinen Sinn", argumentiert der Finne. "Ich bedauere das sehr, denn ich denke, dass wir gute Chancen auf vordere Platzierungen gehabt hätten. Unsere Entwicklung in den Vorjahren und unsere Arbeit über den Winter hatten mich jedenfalls sehr optimistisch gestimmt."

Liimatainen hatte kürzlich schon klargestellt, dass man um die Einschreibung kämpfe, ein Start aber alles andere als sicher sei, da lange nicht klar war, wie viel Werksunterstützung Audi bietet. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' fällt diese nun 2023 geringer aus als in den vergangenen Jahren, was möglicherweise in Zusammenhang mit dem Rückzug steht.

Wie es nun mit dem Team weitergeht? "Wir sondieren für diese Saison mögliche neue Betätigungsfelder im GT-Sport", sagt Liimatainen. "Auch eine Rückkehr in die DTM ist nicht
ausgeschlossen."

Tolle Bilanz bis zum Ende der DTM als Herstellerserie

Abgesehen davon führe man das Engagement in der Extreme-E-Serie weiter und wolle dort "den Titel zurückholen". Zudem bleibe die TRE GmbH, die sich um die Fahrwerksentwicklung von Serienfahrzeugen kümmert, ein wichtiges Geschäftsfeld.

Das Rosberg-Team, das im Vorjahr mit Nico Müller immerhin einen DTM-Sieg feierte und sich stärker präsentierte als im ersten GT3-Jahr in der DTM, blickt nun auf insgesamt 24 DTM-Jahre zurück - 17 davon mit Audi Sport.

Dreimal ging mit Rast der Fahrertitel der DTM nach Neustadt, zweimal wurde die Mannschaft Team-Champion. Insgesamt fuhr das von Keke Rosberg gegründete Team, das bis Januar 2020 von Arno Zensen geleitet wurde, 36 Rennsiege mit Audi-Rennwagen ein.

Motorsport-Total.com

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