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Transfer-Karussell: Nur noch Restplätze sind frei

Die Spitzenteams haben ihre Cockpits längst vergeben, Unklarheiten bezüglich der Fahrerbesetzung gibt´s nur noch bei den drei "Kleinen" Prost, Arrows und Minardi.

Bernhard Eder

Die Personal-Geheimnisse der Underdogs...

Noch ist das F1-Transfer-Karussell in Bewegung, aber lange nicht mehr so schwungvoll wie noch vor wenigen Wochen. Bei den Spitzenteams sind die Cockpits für 2002 längst vergeben, lediglich die drei Nachzügler-Teams der abgelaufenen Saison - Prost, Arrows und Minardi - haben ihre Fahrerpaarung fürs kommende Rennjahr noch nicht offiziell bekannt gegeben.

Am klarsten ist die Situation bei Arrows. Jos Verstappen wurde schon vor einiger Zeit als Pilot für 2002 bestätigt, Enrique Bernoldi noch nicht. Seit kurzem scheinen allerdings die Arrows-Aktien des jungen Brasilianer´s erheblich gestiegen: Red-Bull hat seinen Sponsor-Vertrag mit den Pfeilen verlängert, und immerhin ist Bernoldi "Red-Bull"-Fahrer...

Einige Fragezeichen gibt´s hinter der Prost-Besatzung fürs nächste Jahr. Da wäre einmal Luciano Burti: bekommt der Brasilianer von den Ärzten für ein F1-Comeback grünes Licht? Und falls ja: ist für ihn bei den Blauen überhaupt noch Platz? Der Tscheche Tomas Enge hat als Burti-Vertretung in den letzten drei Saisonrennen jedenfalls gute Figur gemacht.

Alain Prost Wunschpilot für 2002 ist zweifelsohne Heinz-Harald Frentzen. Der Vizeweltmeister von ´97 hat bei seinem Kurz-Engagement im letzten Saisondrittel angedeutet, dass er immer noch zu den schnellsten Piloten im Circuit gehört.

Frentzen zögert freilich noch, sein Autogramm unter den bereitliegenden Vertrag zu setzen. Zuerst, so Frentzens Forderung, müssen die finanziellen Probleme des Teams gelöst werden, um für 2002 ein konkurrenzfähiges Paket auf die Beine stellen zu können. Ob das Alain Prost gelingt?

Bliebe noch Minardi. An sich gäbe es um das Cockpit Fernando Alonso´s keine Diskussion - der Spanier hat sich in der abgelaufenen Saison mit einem schwachen Auto hervorragend geschlagen, einen gleichwertigen Ersatz würde Teamchef Paul Stoddart für Alonso wohl nicht so rasch finden.

Der Haken an der Sache: Alonso, der bei Renault-Teamchef Flavio Briatore unter Vertrag steht, soll zuletzt wenig Begeisterung gezeigt haben angesichts der Aussicht, 2002 im Minardi wieder um 17. und 18. Plätze zu fighten. Mögliches Szenario: der junge Spanier wird Testfahrer bei Renault, um dann 2003 - im Team dann vollkommen integriert - den Platz Jenson Buttons zu übernehmen.

Alex Yoong, der die letzten drei Saisonrennen für Minardi bestritten hat, konnte bei seinem Kurzauftritt keine Bäume ausreissen. Minardi-Boss Paul Stoddart hat zuletzt überdies betont, dass das Team keine "Pay-Driver" mehr benötige.
Die Sponsor-Millionen, die Yoong mitbringt, sollten dennoch ein wesentliches Argument zu Gunsten des jungen Malaien sein - die Chancen, dass wir Yoong 2002 im Minardi-Cockpit sehen, stehen nicht schlecht.

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