MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Dennis: Monaco-Misere war menschliches Versagen

Der McLaren-Boss gibt erstmals zu, dass der Fehler eines Ingenieurs dazu führte, dass David Coulthard in Monaco am Start stehen geblieben war.

Eva Braunrath

"Wir gewinnen und verlieren als Team!"

McLaren und die Launch-Control – ein Kapitel, das den Silbernen in die vergangene Formel 1-Saison einiges an Ärger wie auch an Spott gebracht hat. Besonders in den ersten Rennen nach Wiedereinführung der Start-Automatik war kaum ein Rennen vergangen, in dem nicht einer der Silberpfeile am Start stehen geblieben war.

Leidtragender war primär David Coulthard, dessen Titelchancen nicht zuletzt von der versagenden Elektronik zunichte gemacht worden waren. Man erinnere sich nur an den wütend winkenden Schotten, der in Monte Carlo in Pole Position nicht vom Fleck kam.

Inzwischen sind die Untersuchungen bezüglich dieses unglücklichen Vorfalls abgeschlossen. Teamchef Ron Dennis erklärte gegenüber "Motorsport Aktuell", wo genau der Hund begraben lag:

"Unsere Probleme mit der Elektronik haben uns in der letzten Saison in so manche peinliche Situation verwickelt", gibt Dennis zu. "Für das Versagen von David´s Startautomatik in Monaco war ein Ingenieur verantwortlich, dem beim Schreiben der Software ein Fehler unterlaufen war."

Coulthard musste im Anschluss an die Startmisere ausgerechnet in Monaco die Aufholjagd von ganz hinten beginnen. Obwohl der wutentbrannte Schotte die Hälfte des Rennens hinter dem Arrows von Enrique Bernoldi festgesteckt war, schaffte er es dennoch im Endeffekt auf Rang fünf.

Personelle Konsequenzen wird es auf Grund der Klärung der Schuldfrage im Fall Monaco laut Dennis jedoch nicht geben. "Wir gewinnen als Team und wir verlieren als Team", zeigt sich der McLaren-Boss von einer ungewöhnlich menschlichen Seite.

"Wenn ich jeden rauswerfen würde, dem ein Fehler unterläuft, wäre ich selber schon nicht mehr mit von der Partie. Die Probleme mit der Elektronik sind eben der Preis, den wir für die enorme technische Entwicklung zahlen müssen."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Grand Prix Drivers Association

Warum Russell kein Blatt vor den Mund nimmt

Formel-1-Fahrer George Russell scheut keine Kritik - und will die Motorsport-"Königsklasse" mitgestalten: Seine Beweggründe sind persönlich

Premiere auf dem Salzburgring

Neues Terrain für das ADAC GT Masters

Nach der Sommerpause des ADAC GT Masters steht das zweite Auslandsgastspiel auf dem Programm - mit einer ganz besonderen Premiere: auf dem Salzburgring.

GP der Niederlande: Qualifying

Piastri auf Pole - Hadjar Vierter!

Nachdem Lando Norris die Trainings dominiert hat, schlägt Oscar Piastri einmal mehr genau dann zu, wann es drauf ankommt - Hadjar sensationell in Reihe 2

Wie "Schumi" 1998 in Silverstone

Simracer gewinnt in der Boxengasse!

Kuriose Szenen beim virtuellen Formel-1-Rennen in Silverstone: Jarno Opmeer holt sich mit einem "Schumi"-Manöver den Sieg in der Boxengasse

Was sich 2026 beim DTM-Kalender ändert, worauf das zurückzuführen ist, und wie es in der kommenden Saison mit neuen Kursen und Überschneidungen aussieht