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"Ich glaube an die Diktatur"

Bernie Ecclestone über das Mitspracherecht der Teams, neue Qualifying-Konzepte und seinen WM-Favoriten für 2003.

Michael Schumacher ist für Formel-1-Boss Bernie Ecclestone nach wie vor der Topfavorit auf den Gewinn des WM-Titels: "Ich bin absolut sicher, dass Michael Schumacher in dieser Saison zum sechsten Mal Weltmeister wird. Ich hoffe aber, es passiert erst in der letzten Kurve des letzten Rennens", sagte der Brite in einem Interview der 'Sport-Bild'.

Geht es nach dem Willen von Ecclestone, können Schumacher & Co. das zum Saisonstart eingeführte und bei den Piloten unbeliebte Qualifying schon bald wieder zu den Akten legen: "Ich bin gegen die momentane Regelung. Ich vermisse die Herausforderung des alten Qualifyings, als jeder Pilot gegen Ende noch einmal versuchte, seine Zeit zu verbessern", erklärte der 72-jährige Brite.

Ecclestone liebäugelt damit, nach dem Vorschlag von Niki Lauda je zwei 30-minütige Qualifying-Sessions einzuführen, in denen jeder Pilot je zwei Wertungsrunden fahren muss. Die addierten Zeiten würden die Startaufstellung festlegen. Als zusätzlichen Clou will Ecclestone die Qualifikation mit der Vergabe von WM-Punkten aufwerten.

Scharf kritisiert hat er unterdessen Hersteller und Teams: "Die Hersteller sollten nicht zu sehr in die Formel 1 involviert werden. Die Vorstände wollen doch alle nur gewinnen. Wenn nicht, werden sie irgendwann die Lust verlieren."

Im Gerangel der Teams um mehr Einfluss meinte Ecclestone: "Sie denken nur daran, welchen Vorteil sie für das nächste Rennen haben können. Sie denken niemals an die nächste Saison. Und an den Sport schon gar nicht. Die Teams wollen jetzt mehr Demokratie. Meiner Meinung nach kann das nicht funktionieren. Ich glaube an die Diktatur, was die Formel 1 betrifft."

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