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McLaren MP4-18 beim Crash-Test durchgefallen

Nach dem Unfall von Alex Wurz in Jerez eine weitere schlechte Nachricht für McLaren: Der neue Silberpfeil bestand den FIA-Crash-Test nicht.

Freud und Leid sind oft eng beisammen. Das musste das McLaren-Team auch am gestrigen Dienstag erfahren. Kimi Räikkönen fuhr im Beisein von BMW-Williams und Toyota Bestzeit im spanischen Jerez, während Teamkollege und Testfahrer Alexander Wurz einen schweren Unfall mit dem MP4-18A hatte. Zwar blieb der Österreicher bis auf einige blaue Flecken unverletzt, doch sein Silberpfeil wurde völlig zerstört.

„Es sah schrecklich aus“, wird ein Beobachter in Jerez zitiert. „Alexander Wurz hat das Auto total zerlegt.“ Auch Cristiano da Matta, der Testfahrten für das Toyota-Team bestritt, hatte die Luft angehalten. „Wegen des Unfalls von Alex Wurz gab es eine Unterbrechung von anderthalb Stunden, auch, weil die Leitplanken neu hergerichtet werden mussten. Das wichtigste ist jedoch, dass es Alex nach diesem schweren Unfall gut geht.“

Der Abflug von Alex Wurz war jedoch nicht der erste mit dem neuen „silbernen Delphin“. Vor knapp zwei Wochen hatte Kimi Räikkönen auf dem Circuit de Catalunya seinen Rennwagen in die Leitplanken gesetzt. Konsequenz: Der Finne konnte am nächsten Tag nicht testen, weil sein Wagen dementsprechend beschädigt war.

Auf das Team von Ron Dennis warten jedoch noch weitere Schwierigkeiten. Der neue MP4-18 scheint den von der FIA vorgeschriebenen Crashtest nicht bestanden zu haben. Nach Paragraph 16.1 muss ein Formel-1-Wagen mit 870 Kilogramm frontal und seitlich gegen eine Wand fahren. Diesen Test bestanden aber offenbar Nase und Seitenkästen nicht.

Nun muss McLaren nachrüsten und die Schwachstellen ausbessern. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug verharmloste jedoch das Ganze und meinte, dass dabei keine Verzögerungen entstehen. „Einen Crash-Test auf Anhieb nicht zu bestehen ist für kein Team außergewöhnlich“, so Haug. „Keine der geforderten Prüfungen stellen für uns eine unüberwindbare Hürde dar. Wir werden alle Tests rechtzeitig bestehen. Der erste Einsatz des MP4-18 wird dadurch nicht verzögert.“

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