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Sauber verpflichtet Jacques Villeneuve für 2005

Kurz nach Bekanntgabe seines Test- und möglichen Renncomebacks bei Renault nun die nächste Sensation: Jacques Villeneuve fährt 2005 für Sauber.

Monate wurde über ein Comeback von Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve spekuliert. Gerüchte über Blitztests in Le Castellet machten die Runde und alles erwies sich als Ente. Doch nun ging es Schlag auf Schlag.

Nachdem der Franko-Kanadier am Dienstag ein "Seatfitting" in Enstone absolvierte, um zwei Tage lang für Renault testen zu können und möglicherweise die letzten drei Saisonrennen anstelle von Jarno Trulli für die Franzosen zu bestreiten, gab das Schweizer Sauber-Team am Mittwoch Nachmittag bekannt, dass man den Weltmeister des Jahres 1997 für die kommende Saison 2005 als Stammfahrer unter Vertrag genommen habe!

Der 33jahrige Kanadier unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag bei den Hinwilern, welcher am 1. November 2004 in Kraft treten wird. Jacques Villeneuve wird damit Nachfolger seines Renault-Nachfolger Giancarlo Fisichella und neuer Teamkollege von Felipe Massa, der auch im kommenden Jahr für Sauber fahren wird.

„Ich muss zugeben, dass es schon etwas ganz Spezielles ist, einen Ex-Weltmeister unter Vertrag zu nehmen“, freute sich Teamchef Peter Sauber über den Megacoup. „Allerdings möchte ich klarstellen, dass dies keineswegs der ausschlaggebende Faktor war. In meinen Gesprächen mit Jacques habe ich gespürt, dass er voll motiviert ist, in die Formel 1 zurückzukehren. Er war stets ein großer Kämpfer, und ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam viel erreichen können. Natürlich ist mir klar, dass dieser Schritt auch eine Verpflichtung fürs Team ist, ihm ein Auto zur Verfügung zu stellen, das seinen Erwartungen entspricht. Sauber-Petronas hat im Laufe der Saison deutliche Fortschritte gemacht, und ich denke, dass wir bereit sind, diese Herausforderung anzunehmen.“

Jacques Villeneuve, der am Morgen des Mittwochs seine ersten Runden im Renault drehte, zeigt sich ebenfalls optimistisch: „Ich bin glücklich, mit Sauber in der Formel 1 zurück zu sein, und ich schätze das Vertrauen, das mir alle Beteiligten entgegenbringen.“

„Es ist mein Ziel, gemeinsam mit Peter Sauber das Team in der Weltmeisterschaft nach vorn zu bringen. Als ich vor einigen Wochen in Hinwil weilte, war ich überaus beeindruckt von der Professionalität, die ich bei einem Rundgang in der Fabrik feststellen konnte. Und vor allem freue ich mich darauf, was der topmoderne Windkanal alles hervorbringen wird.“

Der elffache Grand-Prix-Sieger und einzige nun wieder aktive Formel-1-Weltmeister neben Michael Schumacher wird damit unter großem Beifall von Fans, Verantwortlichen (nicht zuletzt auch Bernie Ecclestone) sowie Medienvertretern die Rückkehr eines der letzten Charakterköpfe der Königsklasse zurückkehren. Schlechte Nachrichten bedeutet dies jedoch für die Jungspunde Vitantonio Liuzzi, Gary Paffett oder Anthony Davidson, die sich ebenfalls schon Hoffnungen auf das zweite Sauber-Cockpit gemacht hatten.

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