MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Ja zu VW, Nein zu Europa…

Da Europa in zehn Jahren ein „Dritte Welt-Kontinent“ sei, müsse man weiter nach Amerika & Asien expandieren, so Ecclestone. Plus: Einladung an VW.

Der Formel 1-„Zirkusdirektor“ oder auch Formel 1-„Diktator“, wie sich Bernie Ecclestone selbst ganz gern bezeichnet, hat eine wirtschaftliche Prognose für Europa abgegeben. Geht es nach dem 72jährigen Briten, wird Europa „in zehn Jahren wirtschaftlich betrachtet zur Dritten Welt gehören.“

Dies verriet er dem Magazin Max. Ecclestone erläutert: „Die Sponsoren verlangen, dass wir uns in wachsenden Märkten tummeln. Der europäische Markt ist aber kein Wachstumsmarkt. Asien und Amerika werden die Welt dominieren. Spätestens dann müssen wir dort etabliert sein.“

Daher sagt Ecclestone: „Einige Rennen in Europa werden wir, früher oder später, streichen müssen.“ Ecclestone verabschiedet sich also einmal mehr verbal von jenem Kontinent, auf dem die Formel 1 groß geworden ist. Ecclestone sollte bedenken, dass die gegenwärtige Formel 1 ein typisch europäisches Produkt ist – die Frage wird sein, wie man in Amerika oder Asien die Königsklasse aufnehmen wird.

Das Amerika-Comeback der Formel 1 in Indianapolis war alles andere als verkaufsfördernd – man erinnere sich: Im Jahr 2002 beispielsweise hat man die auf sportlicher Ebene mit guten Rennserien versorgten US-Fans mit einem Schmierentheater der untersten Klasse vor den Kopf gestoßen bzw. einfach nur amüsiert.

Amerikanische Motorsportfans werden ihr Herz nur schwer für die gegenwärtige Königsklasse erwärmen, sie ist das exakte Gegenteil von publikumsnah, von den Eintrittspreisen ganz zu schweigen. Will sich Ecclestone von Europa verabschieden, wird er seinen Zirkus auch dementsprechend verbessern müssen...

Bernie Ecclestone entdeckt in dem abgewrackten Dritte Welt-Kontinent Europa aber auch ein kleines Lichtlein, in Form eines Unternehmens, dem Autohersteller Volkswagen, Europas größter Automobilkonzern.

Ecclestone ladet ein: „VW ist Marktführer in China. Dass die Formel 1 nun in Asien populärer wird, ist ganz sicher kein Gegenargument für VW.“ Ein Gegenargument für VW könnte aber beispielsweise sein, dass eine Beteiligung an einer Serie, deren Eintrittspreise in manchen Ländern einem halben Monatsgehalt der Durchschnittsbevölkerung entsprechen, deshalb nicht beteiligen will, weil man leistbare Autos herstellen und sich dieses Image nicht zerstören will...

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Emil-Frey-Team liefert Überraschung

Pinker Ferrari in der DTM!

Wieso der Emil-Frey-Ferrari in der DTM-Saison 2026 plötzlich pink ist, welcher Hochkaräter Jack Aitken nachfolgt und was aus dem geplanten dritten Auto wird

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln

Bortolotti verlässt Abt!

Grasser zeigt neuen Lambo und Duo 2026

DTM-Star Mirko Bortolotti verlässt Abt nach nur einem Jahr und gibt 2026 sein Comeback beim Grasser-Team: Wer im Temerario-Debütjahr sein Teamkollege wird

Drohende Reduktion bleibt aus!

Mercedes-AMG präsentiert DTM-Aufgebot 2026

Mercedes-AMG präsentiert seine DTM-Aufstellung für die Saison 2026: Was aus der drohenden Fahrzeugreduktion wurde und welche Änderungen es bei den Teams gibt

"Lange auf meiner Wunschliste"

Verstappen startet bei 24h Nürburgring

Max Verstappen startet 2026 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Warum das Rennen "seit langem auf seiner Wunschliste" steht und was er außerdem plant