MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Sauber: Kein Kommentar zu Villeneuve!

Um das angespannte Verhältnis zwischen Sauber und Villeneuve nicht weiter zu belasten, wird der Teamchef keine weiteren Kommentare dazu abgeben.

"Die Partnerschaft zwischen Jacques Villeneuve und Sauber-Petronas ist an einem schwierigen Punkt angelangt", erklärte Peter Sauber gegenüber reuters. "Um das angespannte Verhältnis nicht weiter zu belasten, ziehe ich es im Moment vor, dazu keine weiteren Kommentare mehr abzugeben", schloss der Schweizer.

Zuvor aber musste Sauber noch eine Richtigstellung anbringen. Bekanntlich wurde Villeneuve nach einem schwachen Testtag am letzte Woche kurzfristig durch Felipe Massa ersetzt, was zunächst eine wütende Stellungnahme des Weltmeisters von 1997 zur Folge hatte. Villeneuve war verärgert, denn er braucht zurzeit jeden Testkilometer und fühlte sich zunächst entwertet, sprach davon, dass "der andere Fahrer nun übernehmen" werde und aber das Auto nur langsam sei. Wenig später relativierte er, Sauber habe Massa wegen einer Schlechtwetterprognose für Freitag schon am Donnerstag eingesetzt, um dem Brasilianer ebenfalls einen Trockentest zu ermöglichen. Nach nur einem Testtag würde es leider "auch in Imola so weitergehen wie bei den ersten drei Saisonrennen", fügte Villeneuve hinzu und sprach zugleich seine Hoffnung aus, dass man sich beim nächsten Sauber-Test in Fiorano mehr auf die Arbeit konzentrieren könne...

Sauber versuchte nun zu erklären, warum Villeneuve von Massa abgelöst wurde: "Das Ziel unseres Tests war eine Evaluierung neuer Aerodynamik-Komponenten. Unsere Zeiten waren am Mittwoch jedoch derart langsam und inkonsistent, dass unsere Ingenieure sich nicht sicher waren, was der Grund dafür war. Deshalb wurde beschlossen, den Test mit Felipe Massa fortzusetzen, einfach um weitere Referenzen einzuholen." Von einer Schlechtwetterprognose sprach Sauber jedoch nicht.

Der Sauber C24 leidet an einem Mangel an aerodynamischem Grip, was sich besonders in Barcelona negativ bemerkbar macht. Auch Felipe Massa konnte bei den Tests nur wenig ausrichten, reihte sich mit 3,4 Sekunden Rückstand auf Platz 15 der 16köpfigen Zeitenliste ein. Sauber räumte dazu ein, dass möglicherweise auch die ihm eigene Arbeitsweise des Kanadiers in Zusammenhang mit dem Aerodynamik-Mangel ein Problem darstellen könne, da man hier nur noch ein kleines Fenster für Abstimmungsvarianten zur Verfügung habe.

Wie auch immer: Villeneuve hat in seiner Erklärung auch auf die Medienspekulationen angespielt, welche durch den neuerlichen Vorfall natürlich weiter angefacht würden. Villeneuve sollte damit Recht behalten. Der Züricher Tages-Anzeiger schrieb: "Es ist klar, dass Sauber Villeneuve ersetzen wird. Die Frage ist nur noch wann und durch wen?" Der Blick wiederum zitierte Peter Sauber mit der Feststellung, Villeneuve würde sicher in San Marino antreten, fügte aber hinzu, dass der Schweizer Teamchef nicht sagen hätte wollen, ob das auch auf den Grand Prix von Spanien, zwei Wochen nach Imola, zutreffen würde.

Um nicht noch mehr Öl ins bereits lodernde Medien-Feuer zu gießen, hat Sauber nun also beschlossen, keine weiteren Kommentare zu dieser Frage mehr abzugeben. Problematisch ist sicher auch, dass man bei Sauber auf den Einsatz eines dritten Fahrzeugs an den Grand-Prix-Freitagen verzichten muss. Zudem wird bei Tests aus Kostengründen immer nur ein Fahrzeug eingesetzt. Gerade jetzt wäre ein Test mit zwei Autos wahrscheinlich ziemlich hilfreich.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei

Emil-Frey-Team liefert Überraschung

Pinker Ferrari in der DTM!

Wieso der Emil-Frey-Ferrari in der DTM-Saison 2026 plötzlich pink ist, welcher Hochkaräter Jack Aitken nachfolgt und was aus dem geplanten dritten Auto wird

Verstappen mit neuer Kritik

"Das mache ich, wenn ich Mario Kart spiele"

Nach dem Formel-1-Saisonauftakt in Australien hat Max Verstappen noch einmal mit Kritik am neuen Reglement nachgelegt und einen Vergleich mit Mario Kart gezogen

Der Weltverband FIA hat die Formel-1-Fahrer um Feedback gebeten und zeigt sich offen für Anpassungen: Dennoch sei "neunzig Prozent" der Arbeit bereits gut erledigt

"Sie machen damit einen Fehler"

Formel-E-Boss kritisiert neuen F1-Weg

Formel-E-Boss Alberto Longo freut sich über die erhöhte Aufmerksamkeit auf seiner Serie und glaubt nicht, dass sich die Formel 1 mit dem Weg einen Gefallen tut

Einige Beobachter befürchteten 2026 einen deutlichen Einbruch der Formel-1-Rundenzeiten - Der Wintertest in Bahrain zeigt, dass diese Sorge unbegründet war