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Klien findet BMW-Look sexy

Der BMW Sauber F1.08B-06 mit neuer Aerodynamik. Christian Klien im Übergangmodell mit KERS im Testbetrieb, ohne nennenswerte Probleme.

Das Übergangsmodell des BMW Sauber F1 Teams sorgte bei den Tests Barcelona für viel Staunen und gerümpfte Nasen. Mit dem gewaltigen Frontflügel nach 2009er Reglement und dem schmalen und hohen Gegenstück am Heck bescherte man der Öffentlichkeit einen - etwas seltsam anmutenden - Vorgeschmck auf die Formel 1 des kommenden Jahres. "Ich habe noch nie ein solch sexy Auto gesehen", scherzte Testpilot Christian Klien auf autosport.com angesichts der gewöhnungsbedürftigen Optik.

Ernsthaft und ehrlich erklärte der Österreicher weiter: "Das sieht natürlich alles sehr neu aus. Im Augenblick ist es für mich das hässlichste Formel-1-Auto aller Zeiten. Es passt irgendwie nicht zusammen. Aber wir werden uns daran gewöhnen und bis zum Saisonstart im März kommen noch viele Veränderungen."

Das Fahrzeug mit der internen Bezeichung BMW Sauber F1.08B-06, welches Klien am Montag in Barcelona fuhr, war nicht nur mit neuer Aerodynamik ausgestattet, sondern es war auch KERS an Bord. "Das Auto fährt sich aber gut. Die Rundenzeiten sind wirklich schon ansehnlich. Es werden über den Winter natürlich noch einige Verbesserungen kommen. Grundsätzlich gibt es weniger Abtrieb, aber die Slicks machen viel davon wieder wett."

"Vor allem in den langsamen Ecken hast du mit den Slicks viel Haftung. In den schnellen Kurven wird es aber etwas schwieriger. Das Hauptproblem am Montag waren die kühlen Temperaturen", erklärte Klien. Wie so oft in den vergangenen Monaten war die optimale Betriebstemperatur der Reifen ein Thema. "Dies sind die ersten Slicks. Ich weiß nicht, ob das noch Verbesserungen kommen, aber das Aufwärmen ist wirklich ein Problem, sogar bei sommerlichen Bedingungen."

Trotz aller Probleme mit den profillosen Gummis, fügte Klien hinzu: "Die Slicks sind der richtige Weg. Ein Rennwagen sieht mit Slicks einfach besser aus. Es ist überhaupt wichtig, dass sich ein Reglement nach einigen Jahren mal wieder ändert. Das gibt einigen Teams neue Chancen und außerdem wird das Tempo etwas gedrosselt. Ich gehe davon aus, dass wir etwa zwei Sekunden langsamer sein werden."


Die neuen Autos werden nicht nur optisch durch eine veränderte Aerodynamik ein neues Bild geben, sondern auch unter der Haube tut sich einiges. Beim Testbetrieb mit KERS tauchten diesmal keine nennenswerten Zwischenfälle auf. Bei der neuen Fahrzeuggeneration muss man die Gewichtsverteilung anpassen. "Ich glaube nicht, dass man mit den neuen Autos direkt hintereinander fahren kann", bremste die Klien die neue Überhol-Euphorie.

"Wir werden es in den ersten Rennen ja erleben. Ich glaube, dass es zunächst mal die Schwierigkeit geben wird, sich nicht gleich in der ersten Kurve den Frontflügel abzurasieren", erklärte der Österreicher die Sorgen mit dem breiten und tiefen Luftleitwerk an der Front der Fahrzeuge. Die neuen Flügel haben verstellbare Elemente, die der Pilot zwei Mal pro Runde bedienen darf. "Zuerst waren wir gar nicht sicher, ob wir durch die letzte Schikane fahren können, weil dort die Kerbs sehr hoch sind. Aber es war dann doch kein Problem."

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