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FIA zog neues System zurück

Nachdem die Teamvereinigung FOTA das neue System, wonach der Fahrer mit den meisten Siegen WM wird, abgelehnt hatte, bleibt 2009 alles beim alten.

Der erste Schuss der Teamvereiningung FOTA war ein Volltreffer. Nachdem sich der FIA-Weltrat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag über fast alle Vorschläge der Teams hinweggesetzt hatte und schließlich ein neues Wertungssystem für die kommende Saison verabschiedete, gab es nicht nur Kritik, sondern auch eindeutige Worte aus Richtung der FOTA. Man bemängelte, dass eine solche Änderung der sportlichen Regeln so kurzfristig ohne Zustimmung der Teams gar nicht möglich sei.

Nur wenige Augenblicke nach der Erklärung der FOTA, die deutlich auf einen Verstoss gegen gleich zwei Regeln der FIA hinwies, ruderte der Motorsport-Weltverband zurück. "Sollten die Teams aus irgendeinem Grund dem neuen System nicht zustimmen, dann wird die Umsetzung dessen auf das Jahr 2010 verschoben", heißt es in einer Presseerklärung der FIA. Klartext: Ab Melbourne wird zunächst nach dem Punktesystem der Vorjahre (10-8-6-5-4-3-2-1) gefahren.

Allerdings: Aufgehoben ist nicht aufgeschoben. Mit keiner Silbe reagierte der Motorsport-Weltverband auf das Angebot der FOTA, gemeinsam ein passendes System zu erarbeiten, welches die Formel 1 ab 2010 attraktiver gestalten könne. Nach aktuellem Stand würde das bisher angedachte neue System, welches den Piloten mit den meisten Siegen automatisch zum Weltmeister macht, also zum nächsten Jahr umgesetzt. Immerhin hat man nun wenigstens viel Zeit, sich vielleicht doch auf einen gemeinsamen Weg zu einigen.

Zur Erklärung der Vorgänge fügte die FIA in dem Schreiben hinzu: "Der FIA-Weltrat hat am 17. März die von der FOTA vorgeschlagene Änderung des Punktesystems einstimmig abgelehnt. Der 'Winner takes all'-Vorschlag seitens des Inhabers der kommerziellen Rechte (Bernie Ecclestone; Anm. d. Red.) wurde anschließend gebilligt." Kurioserweise merkte man an, dass Ecclestone angeblich für seinen Vorschlag der Medaillenvergabe die Zustimmung der Teams gehabt habe.

Die von der FIA am Dienstag verabschiedete Regel zur Bestimmung des Formel-1-Weltmeisters anhand der Zahl der Saisonsiege war auf viel Kritik gestoßen. Die FOTA hatte im Regelwerk des Motorsport-Weltverbandes gleich zwei Passagen gefunden, die eine solch kurzfristige Änderung des sportlichen Reglements ohne ausdrückliche Zustimmung aller Teams untersagen. Für die Einführung zum Jahr 2010 wäre die Entscheidung nun allerdings fristgerecht - ohne Zweifel.

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