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López' Wechsel zu Campos fast sicher

Vom Regen in die Traufe? José María López wird vermutlich vom moribunden USF1- zum ähnlich maroden Campos-Team wechseln...

Während elf der dreizehn Formel-1-Teams diese Woche wichtige Testfahrten in Barcelona bestreiten, wird hinter den Kulissen um die Zukunft von zwei der neuen Rennställe – Campos und USF1 – gekämpft. Während bei den US-Amerikanern kaum noch Hoffnung auf Rettung besteht, will es der neue Campos-Teamchef Colin Kolles mit einem Gewaltakt noch schaffen, beim Saisonauftakt in Bahrain mit zwei Fahrzeugen am Start zu stehen.

Wer würde die beiden Campos-Autos pilotieren, falls die Bemühungen von Kolles erfolgreich sein sollten? Bruno Sennas Vertrag ist trotz der neuen Besitzverhältnisse bei den Spaniern offenbar gesichert; nun zeichnet sich ab, dass José María López mit großer Wahrscheinlichkeit sein Teamkollege wird. Der Argentinier war bereits als erster Fahrer bei USF1 bestätigt worden, scheint aber noch kurzfristig wechseln zu dürfen.

Kolles hatte zuletzt klar betont, dass der zweite Pilot Geld mitbringen müssen. López passt so gesehen sehr gut in das Anforderungsprofil, denn immerhin soll dessen Sponsorpaket rund acht Millionen Dollar schwer sein - allein zwei Millionen Dollar kommen von der argentinischen Regierung. "Es gab ein sechsstündiges Meeting zwischen den Investoren von USF1 und den neuen Besitzern von Campos", gibt López-Manager Felipe McGough im Gespräch mit dem Radiosender Cardena 3 Cordoba zu Protokoll.

"Es wurde über eine mögliche Fusion gesprochen", so McGough weiter. Campos-Eigner José Ramón Caranbante und Parris Mullins (ein enger Vertrauter des bisherigen USF1-Investors Chad Hurley) hatten bei dem Gespräch zwar offenbar keine großen Fortschritte erzielt, immerhin gilt die Option López seither aber als realisitisch. "Wie auch immer es ausgeht: Wichtig ist, dass José María in diesem Projekt eine Rolle spielt", so der López-Manager.

Ein solcher Deal wäre bestimmt auch im Sinne von Bernie Ecclestone. Der Formel-1-Boss will López nicht nur wegen des engen Drahts zu argentinischen Regierung in der "Königklasse" sehen – auch die Tatsache, dass dessen Manager die Formel-1-Senderechte für Argentinien in der Hand hält, spielt gewiss eine Rolle. Am Mittwoch soll es im Beisein von Ecclestone ein weiteres Gespräch in Spanien geben. "Auch wenn die Zeit gegen uns läuft und man in Sorge ist, so wird die Zukunft von López nach diesen Meetings deutlich klarer sein", sagte McGough.

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