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Formel 1: News

Ecclestone: „Ich versuche zu helfen“

Die große Rennsportnation Brasilien könnte in der kommenden Saison ohne einen Piloten in der Formel 1 dastehen. Kann Ecclestone Felipe Massa helfen?

Das Land, das Fahrer wie Ayrton Senna, Nelson Piquet oder Emerson Fittipaldi hervorgebracht hat, bangt nach dem Ferrari-Aus von Felipe Massa um die Zukunft in der Königsklasse. Nach Italien, die seit der vergangenen Saison mit keinem Piloten mehr im Feld vertreten sind, könnte das gleiche Schicksal nun auch Brasilien blühen.

Das wiederum missfällt einem ganz besonders: Bernie Ecclestone. Der 82-Jährige weiß, wie wichtig der südamerikanische und vor allem brasilianische Markt für die Formel 1 ist. Da es aktuell nicht danach aussieht, als könnte GP2-Pilot Felipe Nasr in der kommenden Saison ein Cockpit finden, möchte Ecclestone nun Massa bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz behilflich sein. "Ich versuche zu helfen", wird er von der brasilianischen Zeitung O Estado de S. Paulo zitiert. "Es ist nicht einfach, aber wir arbeiten daran."

Wie die Hilfe konkret aussieht, das verrät der Formel-1-Boss nicht, doch eins ist für ihn sicher: Will Massa auch 2014 noch im Grid sein, dann braucht er die Unterstützung zahlungskräftiger Sponsoren. "Wenn Felipe einige Sponsoren auftreiben kann, dann wird sich alles ändern", sagt er und nimmt das Heimatland des Noch-Ferrari-Stars in die Pflicht. "Eine starke Wirtschaft, wie die Brasiliens, ist in einer guten Position um in einen Fahrer zu investieren. Brasilien sollte 2014 einen Fahrer im Grid haben."

Aktuell ist Lotus beim ehemaligen Vize-Weltmeister wohl am höchsten im Kurs, doch Massa betonte zuletzt, auch andere Optionen zu besitzen. Gerüchteweise könnte ihn so die Firma Petrobras wie schon Bruno Senna bei Williams unterbringen, sollte Pastor Maldonado mit seinen Ölmillionen zu Lotus wechseln. Auch Sauber wird im Zusammenhang mit einer Verpflichtung Massas häufiger genannt.

Für Felipe Nasr wird es hingegen wohl noch mindestens ein weiteres Jahr dauern, bis er den Aufstieg schaffen kann: Den mit ihm in Verbindung gebrachten Toro-Rosso-Sitz wird er aller Wahrscheinlichkeit nach nicht einnehmen können, und auch sonst sind die Optionen für den 21-Jährigen rar gesät. "Es wird schwierig sein, als Rennfahrer für 2014 zu unterschreiben", sieht er ein. Der Brasilianer, der vor dem letzten Rennwochenende der GP2-Serie noch Titelchancen besitzt, schaut sich daher derzeit nach einer Rolle als dritter Fahrer um.

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