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Formel 1: News

Nach Silverstone: Kommen jetzt neue Reifen?

Pirelli lenkt offenbar ein und bringt ab dem kommenden Wochenende neue Modelle mit Kevlar-Gürtel an. Zudem plant der Reifenhersteller zwei weitere Tests.

Nach dem Debakel von Silverstone, wo im Verlauf des Rennwochenendes fünf kapitale und mehrere weitere Reifenschäden aufgetreten waren, nimmt der unter Beschuss stehende Hersteller Pirelli nun offenbar das Heft des Handelns in die Hand. Schon beim nächsten Formel-1-Rennen am kommenden Wochenende am Nürburgring sollen die bisherigen Reifen mit Stahlgürtel durch die neueren Modelle mit Kevlar-Gürtel ersetzt werden. Das will die britische Tageszeitung The Telegraph erfahren haben.

Eine Stellungnahme oder Bestätigung von Pirelli liegt dazu noch nicht vor, eine offizielle Mitteilung soll aber im Laufe des Tages erfolgen. Die neuen Reifen mit Kevlar-Gürtel hatte Pirelli schon beim Rennen in Kanada einführen wollen, dies war aber am Widerstand von Ferrari, Lotus und Force India gescheitert. Aus Sicherheitsgründen setzen die Italiener den Wechsel nun mit sofortiger Wirkung durch, um weitere Reifenschäden wie am vergangenen Wochenende zu vermeiden. Allerdings hatten die drei Teams nach den Ereignissen von Silverstone ohnehin angekündigt, nicht mehr gegen die Einführung der neuen Reifen zu stimmen.

Um die Pneus weiter zu verbessern, plant Pirelli nach Informationen der britischen Zeitung zudem zwei private Tests. In der kommenden Woche soll in Le Castellet, 14 Tage später in Barcelona mit einem 2013er-Auto getestet werden. Welches Team diesen Test durchführen soll, ist derzeit noch nicht bekannt. Bereits gestern hatte der Automobilweltverband FIA beschlossen, dass beim Young-Driver-Test vom 17. bis 19. Juni in Silverstone für Reifentests auch die Stammfahrer zum Einsatz kommen dürfen.

Für das übernächste Rennen in Ungarn (26. bis 28. Juli) sollen dann angeblich völlig neue Reifen produziert werden, die die Konstruktion des Jahrgangs 2012 (mit Kevlar-Gürtel) mit den Mischungen des Jahrgangs 2013 kombinieren.

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