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Formel 1: News

Neue Strafpunkte in der Formel 1

Die Strategiegruppe der FIA hat ein neues Strafpunktesystem beschlossen, zudem wurden die Regeln für Rückversetzungen modifiziert.

Nächste Neuerung im Sportlichen Formel-1-Reglement im Hinblick auf die Saison 2014. Nach Anpassung des Prozederes für die Startnummernvergabe, dem Beschluss, beim Saisonfinale in Abu Dhabi doppelte WM-Punkte zu vergeben und der Einführung eines Pole-Position-Awards hat die Strategiegruppe eine weitere Regeländerung durchgedrückt: Die Einführung eines bereits seit Monaten diskutierten Strafpunktesystems.

Ähnlich dem Beispiel der Motorrad-Weltmeisterschaft gibt es nun auch in der Königsklasse auf vier Rädern den Passus, wonach Fahrern bei wiederholten Regelverstößen eine Rennsperre droht. In der Formel 1 führen zwölf im Zeitraum von zwölf Monaten angesammelte Strafpunkte dazu, dass man ein Rennen aussetzen muss.

"Sammelt ein Fahrer zwölf Strafpunkte an, wird ihm für das darauffolgende Event die Lizenz entzogen. In diesem Fall werden die zwölf Strafpunkte wieder von der Lizenz gestrichen", heißt es im neugefassten Artikel 4.2 des Sportlichen Formel-1-Reglements.

Welche Vergehen mit wie viel Strafpunkten geahndet werden, ist bisher unklar. Grundsätzlich verbleiben die bis zur Anzahl von elf folgenlos bleibenden Strafpunkte ein Jahr lang auf der Superlizenz. "Sie werden zwölf Monate nach Erteilung gelöscht", heißt es.

Neue Regelungen für Rückversetzungen

Einhergehend mit dem Wechsel des Antriebskonzepts - vom 2,4-Liter-V8-Saugmotor zum 1,6-Liter-V6-Turbomotor mitsamt der zum Antriebsstrang gehörenden Anbauteile - ändern sich zur Formel-1-Saison 2014 auch die Regeln für Motorwechsel-bedingte Rückversetzungen in der Startaufstellung.

So wird der Antriebsstrang ab 2014 in sechs verschiedene Module gegliedert: Verbrennungsmotor, Motorgenerator Kinetik, Motorgenerator Wärme, Energiespeicher, Turbolader, Steuerungselektronik. Von jedem dieser sechs Module dürfen im Verlauf einer Saison straffrei bis zu fünf Exemplare verwendet werden.

Benötigt ein Fahrer ein sechstes Exemplar eines dieser Module, wird er in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten versetzt. Jeder weitere Einsatz eines sechsten Exemplars hat eine Rückversetzung um fünf Plätze zur Folge. Sollte ein siebtes Exemplar eines Moduls notwendig werden, geht es für den betreffenden Fahrer erneut zehn Startplätze nach hinten. Jedes weitere siebte Exemplar hat wiederum fünf verlorene Startplätze zur Folge und so weiter.

Neu ist, dass die Rückversetzungen ab 2014 immer komplett abgesessen werden müssen. Das heißt, qualifiziert sich ein Fahrer für Startplatz 18 und fängt sich eine Rückversetzung um zehn Startplätze ein, startet er beim betreffenden Rennen vom 22. und somit letzten Startplatz. Da in diesem Fall nur vier der zehn "Strafplätze" beglichen werden, werden die fehlenden sechs beim darauffolgenden Rennen angerechnet.

Grundsätzlich gilt: Der komplette Wechsel des Antriebsstrangs und somit aller sechs Module auf einen Schlag hat einen Start aus der Boxengasse zur Folge.

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