MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Red Bull Ring: schwieriger Behördenweg

Mateschitz und Ecclestone sind sich einig, doch der Teufel steckt im Detail: Für Red Bull hat der mühsame Behördengang in Spielberg begonnen.

Red Bull und Bernie Ecclestone haben es bereits verkündet, offiziell besiegelt ist es aber noch nicht: Die Formel 1 soll 2014 nach Österreich zurückkehren, und zwar an den Red Bull Ring in Spielberg. Doch erst wenn alle behördlichen Genehmigungen in der Region ebenso geklärt sind wie der finale FIA-Rennkalender, der am 27. September erstmals dem FIA-Motorsport-Weltrat vorgelegt werden soll, ist die Sache wirklich unter Dach und Fach.

Dass die FIA ihr Veto einlegen wird, gilt als unwahrscheinlich, und auch die Politik wird sich angesichts der Euphorie in Österreich kaum querlegen - zumal der Grand Prix komplett von Red Bull finanziert wird. Trotzdem müssen natürlich die gesetzlichen Auflagen erfüllt sein, und das sieht gewisse behördliche Vorgänge vor. Der erste Schritt dazu wurde nun getan, indem seitens Red Bull ein grobes Betriebskonzept eingereicht wurde.

Knackpunkt ist im Wesentlichen die bereits bestehende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den Red Bull Ring, an deren Rahmen sich das Betriebskonzept halten muss. Nach aktuellen Medienberichten lässt sich das jetzt eingereichte Betriebskonzept mit den bisherigen UVP-Bestimmungen vereinbaren. Diese schreiben zum Beispiel bestimmte Grenzwerte etwa im Bereich der Lärmbelästigung oder auch der Zuschauerzahlen vor.

Aktuell dürfen bei Veranstaltungen am Red Bull Ring maximal 40.000 Tagesgäste eingelassen werden, was natürlich nicht Formel-1-Standards entspricht. Allerdings konnte diese Zahl bereits von 25.000 auf 40.000 angehoben werden - unter der Voraussetzung, dass ein Jahreskontingent von 510.000 Zuschauern nicht überschritten wird. Eine Erhöhung dieses Kontingents würde vermutlich eine neue UVP erfordern.

Während Rennstrecken überall sonst in Europa um mehr Zuschauer kämpfen, steht Spielberg also potenziell vor dem Problem, Fans aus behördlichen Gründen nach Hause schicken zu müssen. Das geht zurück auf die von Karl Arbesser geführten Anrainerproteste gegen das Red-Bull-Projekt in Spielberg. Eigentlich hätte dort vor zehn Jahren ein gigantischer Motorsport-Park entstehen sollen; die heutige Rennstrecke ist ein den Protesten geschuldeter Kompromiss.

Aus Sicht von Red Bull wäre es wünschenswert, kein neues UVP-Verfahren beantragen zu müssen, da das beim notwendigen Behördengang Zeit kosten würde. Laut Medienberichten wird die Formel 1 beim Land Steiermark nächste Woche neuerlich Thema sein. Dann soll unter anderem festgehalten werden, was Red Bull neben dem bereits eingereichten Betriebskonzept noch vorlegen muss.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Nicht erlaubt, nicht ermöglicht"

Wurde BMW um seine Titelchance gebracht?

Marco Wittmann fühlt sich um seine DTM-Titelchance gebracht und ärgert sich über die BoP: Hätte man den BMW nach dem Samstag besser einstufen müssen?

GP der USA: Bericht

Kimi Antonelli gewinnt in Austin

P4 für Hamilton beim Grand Prix der USA, P8 für Russell: Kimi Antonelli hat nach seinem nächsten Sieg neun von zehn Fingern am WM-Pokal 2026

DTM-Rennen Hockenheim 2

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026!

Thomas Preining ist DTM-Champion 2026: Dem Manthey-Pilot reicht der dritte Platz hinter Maro Engel und Teamkollege Ricardo Feller, um seinen zweiten Titel zu feiern

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

Wilder Singapur-Sprint

Russell-Crash & McLaren-Kollision

Max Verstappen siegt in einem wilden Singapur-Sprint, bei dem George Russell crasht, beide McLaren miteinander kollidieren und nur 13 Autos das Ziel sehen