MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

Zwangspause

Nach dem völligen Zerwürfnis mit dem bisherigen „Käufer“ erhielt Caterham die Erlaubnis, die folgenden beiden Grand Prix auszulassen…

Schön langsam lichtet sich nach den turbulenten vergangenen Tagen der Nebel über dem Caterham-Team. Nach dem Disput mit Ex-Boss Tony Fernandes haben sich die schweizerisch-arabischen Investoren und Colin Kolles vom Rennstall aus Leafield zurückgezogen .

Der Insolvenzverwalter bestimmt nun, wie es mit Caterham weitergeht. Alles deutet darauf hin, dass das Schlusslicht der Konstrukteurs-WM in Austin nicht an den Start gehen wird.

Insolvenzverwalter Finbarr O'Connell von der Unternehmensberatung Smith Williamson, der nun im Grunde in der Rolle des Teamchefs ist, will nun dafür sorgen, dass die Gläubiger ihr Geld bekommen und hat die Mitarbeiter des Teams bereits angewiesen, nicht zur Arbeit zu erscheinen, solange kein Käufer gefunden ist.

Somit ist auch an einen Start in Austin am kommenden Wochenende nicht zu denken. Mit der Nennung in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2014 verpflichteten sich die Teams allerdings zur Teilnahme an der 19 Rennen umfassenden aktuellen Saison.

Doch bereits Kolles hatte zuletzt angedeutet, dass es diesbezüglich eine Sonderregelung geben könnte. Auf die Frage, ob es nach dem alten Concorde-Agreement - dem Vertrag zwischen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und den Teams - die Möglichkeit gab, bei bis zu drei Rennen innerhalb von zwölf Monaten auszusetzen, ohne vertragsbrüchig zu werden, meinte er: "Diese Regelung mit drei Rennen ist mir zumindest von früher bekannt."

Insolvenzverwalter und Ecclestone einigen sich

Nun bestätigt auch der Insolvenzverwalter in einer Mitteilung, dass Ecclestone diesbezüglich grünes Licht gibt. Im Wortlaut heißt es: "In einem Telefongespräch, das heute zwischen Finbar O'Connell und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone stattgefunden hat, hat Herr Ecclestone zugestimmt, den Wunsch der Insolvenzverwalter zu beherzigen, das Team an eine Gruppe zu verkaufen, die die finanzielle Stärke aufweist, es nachhaltig zu führen."

"Herr Ecclestone hat auch zugestimmt, es dem Team wenn nötig zu erlauben, die Grands Prix in den USA und in Brasilien auszulassen, hofft aber, dass bis zum Grand Prix in Abu Dhabi ein neuer Besitzer gefunden ist, damit das Team am Rennen teilnehmen kann."

Auf diesen Plan dürften sich Ecclestone und der Insolvenzverwalter geeinigt haben. Da die Nennfrist für die Saison 2015 am 1. November 2014 - also in einer Woche - abläuft, müsste Smith Williamson die Nennung bei der FIA einreichen und die nötigen Gebühren bezahlen. Die Zeit drängt also.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

Hintergründe DTM-Finale Hockenheim

Hockenheim: Die große DTM-Galerie

Porsche Pilot Preining schaffte im badischen Motodrom von Hockenheim am vergangenen Wochenende mit einem weiteren Podiumserfolg den Sprung an die Spitze. Seine fünf Mitbewerber, die vor dem großen Showdown auch noch Chancen auf den Titel hatten, mussten sich mit den weiteren Plätzen begnügen.

Lando Norris' bittere Realität

Verliert McLaren den Anschluss?

Lando Norris ist nach dem Wochenende in Austin ernüchtert: Red Bull hat in der Konstrukteurs-WM gleichgezogen und McLaren auf Rang vier verdrängt

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

GTWC Portimao 2026

Riesenshow von Verstappen

Teamkollege Chris Lulham dreht die neuen Champions um, Verstappen macht im Schlussspurt 15 Plätze gut - GetSpeed-AMG holt ersten Gesamtsieg in der GTWC