MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: News

„Es existiert eben diese Art von Barriere“

Gerard Lopez ist der Ansicht, dass die veralteten Organisationsstrukturen der Serie Sponsoren davon abhalten, in den Sport einzusteigen.

Das Ende der Saison 2014 besiegelte das Schicksal Caterhams. Die Habseligkeiten des Herstellers kamen zu Beginn des Jahres unter den Hammer und auch das Aus Marussias lässt sich kaum noch abwenden. Bei Lotus, Force India und Sauber steht die Zukunft auf tönernen Füßen. Gerard Lopez glaubt zwar weiterhin an das Potential der Formel 1, doch bei der kommerziellen Vermarktung sieht er akuten Nachholbedarf.

Der Lotus-Teamchef meint gegenüber Auto Hebdo:"Die Zuschauerzahlen gehen massiv zurück, obwohl die Show auf der Strecke außergewöhnlich gut ist, wenn auch immer noch verbesserungswürdig." Lopez möchte, dass die Formel 1 jüngere Fans über das Internet und die sozialen Netzwerke erreicht.

Kommerzielle Möglichkeiten seien auch für Sponsoren interessant: "Ich treffe regelmäßig Experten, die in andere Sportarten investieren und mir sagen, dass die Formel 1 das einzige Event ist, welches für globale Unternehmen attraktiv ist. Aber es existiert eben diese Art von Barriere", gibt der Finanzinvestor, der einen Teil seines Vermögens mit dem Verkauf des IP-Telefonie-Programms verdiente, zu bedenken.

Lopez wünscht sich für die gesamte Königsklasse eine angemessene Marketingabteilung, um das ungenutzte Potential von Facebook & Co. zu nutzen. Zwar würden rund 800 Millionen Euro jährlich von Bernie Ecclestone an die Teams ausgeschüttet. Dass für die kleineren Teams dabei weniger abfällt, liegt bei einem leistungsbezogenen Verteilerschlüssel auf der Hand, wird durch die Sonderrechte einiger Platzhirsche allerdings verschärft.

Durch diesen Ansatz verlasse sich die Formel 1 laut Lopez zu sehr auf ihre "Haben-Seite" und verschärft zudem das Ungleichgewicht zwischen den Teams. Er findet es bedenklich, dass sich die Teams in der Formel 1 über diesen Umstand nicht einig seien. Die Bilanz des 43-Jährigen fällt daher ernüchternd aus: "Dieses System gibt zu viel von dem aus, was es schon hat, aber es investiert zu wenig dort, wo es noch nichts hat."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Lando Norris' bittere Realität

Verliert McLaren den Anschluss?

Lando Norris ist nach dem Wochenende in Austin ernüchtert: Red Bull hat in der Konstrukteurs-WM gleichgezogen und McLaren auf Rang vier verdrängt

GP der USA: Bericht

Kimi Antonelli gewinnt in Austin

P4 für Hamilton beim Grand Prix der USA, P8 für Russell: Kimi Antonelli hat nach seinem nächsten Sieg neun von zehn Fingern am WM-Pokal 2026

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

Hintergründe DTM-Finale Hockenheim

Hockenheim: Die große DTM-Galerie

Porsche Pilot Preining schaffte im badischen Motodrom von Hockenheim am vergangenen Wochenende mit einem weiteren Podiumserfolg den Sprung an die Spitze. Seine fünf Mitbewerber, die vor dem großen Showdown auch noch Chancen auf den Titel hatten, mussten sich mit den weiteren Plätzen begnügen.