MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Interview

Keine FIA-Lösung für Boxenstopppannen

Laut FIA-Rennleiter Charlie Whiting könnte eine doppelte Sensorabsicherung Boxenstopppannen verhindern, Eile herrscht aber keine.

Nach dem Grand Prix von China hat FIA-Rennleiter Charlie Whiting den Vorschlag gemacht, weitere Boxenstoppunfälle in Zukunft über eine doppelte Sensorabsicherung zu verhindern. Diese Maßnahmen seien aber noch nicht in Kraft getreten, wie Haas-Teamchef Günther Steiner offenbarte. "Wir haben nichts geändert", gab der Südtiroler, dessen Rennstall beim Auftaktrennen in Melbourne gleich beiden Autos durch solche Pannen verlor, zu Protokoll.

"Es gibt weiterhin Gespräche, die von Charlie initiiert wurden, um Ideen zu entwickeln, wie wir die Stopps sicherer gestalten können, und damit dafür sorgen, dass diese Dinge nicht mehr passieren", erklärte Steiner, der auch nicht mit einer baldigen Änderung rechnet: "Wir werden in den kommenden Monaten Ideen bringen, dann werden die Änderungen umgesetzt." Wie würde so eine doppelte Sensorenabsicherung funktionieren? Manche Teams nutzen eine solche Lösung bereits und haben den Schlagschrauber nicht nur mit einem Drehmoment-, sondern auch mit einem Positionssensor versehen.

Wenn also eine Radmutter beim Aufsetzen verkantet, und der Schlagschrauber mit dem korrekten Drehmoment arbeitet, erkennt der Positionssensor, ob die Mutter beim Anschrauben auch den nötigen Weg zurückgelegt hat. Wenn das nicht der Fall ist, erhält der Pilot keine Freigabe. Ferrari hat als Folge des Unfalls in Bahrain, bei dem ein Mechaniker schwer verletzt wurde, einen zusätzlichen dritten Beobachter für die Hinterachse abgestellt, der nun neben dem Kolegen am hinteren Wagenheber sowie einem Beobachter des gesamten Stopps für die Freigabe zuständig ist.

Steiner sieht übrigens keine große Notwendigkeit, rasch Lösungen einzuführen, obwohl es heuer bereits zu sechs Boxenstopppannen gekommen ist. "Es stimmt, dass das Auto bei uns aus der Box fuhr, was nicht der Fall sein sollte", gab er zu, "aber es bestand nie Gefahr, dass jemand verletzt wird, denn das Rad blieb ja am Auto."

Das ist auf ein doppeltes Rückhaltesystem zurückzuführen, das verhindern soll, dass sich ein nicht korrekt angeschraubtes Rad von der Achse löst, durch die Gegend schleudert und so eventuell jemanden verletzt. "Das FIA-System funktioniert, und es sind keine Räder lose geworden. Das ist das Wichtigste", so Steiner. "Das Gefährlichste ist ein herumfliegendes Rad, denn diese Räder sind so gefährlich."

Um alles andere müsse sich das Team selbst kümmern. Haas habe in Melbourne ohnedies einen hohen Preis bezahlt, spielte Steiner auf die verlorene Chance auf die Plätze vier und fünf an: "Wir selbst müssen jetzt dafür sorgen, dass wir das Auto nicht auf die Strecke schicken, wenn das Rad nicht korrekt angeschraubt ist."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Nachbericht CaféKunstwerk Rallye Trophy 2026

Klassik-Rallye mit Alkotest-Schreckmoment

Don’t drink and drive ist bei einer Oldtimer-Rallye Ehrensache. Eine Fahrzeug-Crew ließ sich von einer Polizeikontrolle nur kurz abhalten, um schnell wieder weiter zu fahren. Bei den Oldtimern siegte ein Mazda, bei den Youngtimern ein Porsche.

Berufungsgericht hat entschieden

Pierre Gasly verliert Monaco-Podium wieder!

Das internationale Berufungsgericht hat im Streit um das Monaco-Podium von Pierre Gasly entschieden: Strafen bleiben bestehen, Alpine-Pilot verliert den dritten Platz

ARBÖ Rallycross Greinbach: Bericht

Spektakuläres Highlight beim ARBÖ Rallycross

Volle Zuschauerränge, 120 Starter aus 7 Ländern machten das ARBÖ Rallycross Festival 2026 zu einem Motorsport Großevent am vergangenen Wochenende im PS Racing Center Greinbach mit viel Action und Spannung.

Auer schreibt Geschichte

Auer vorzeitig Endurance Champion!

Lucas Auer schrieb am Sonntag auf dem Nürburgring Geschichte: Mit seinen Winward Racing Teamkollegen Maro Engel (D) und Luca Stolz (D) gelang es ihm, erstmals in der Historie der GT World Challenge den Endurance Cup Titel vorzeitig einzufahren!

Marc Marquez (Ducati) feiert seinen achten MotoGP-Sieg im MotorLand Aragon - Pedro Acosta (KTM) und Marco Bezzecchi (Aprilia) müssen sich geschlagen geben

Neuer Vertrag bei Red Bull

Verstappen-Zukunft in der F1 geklärt!

Max Verstappen hat allen Wechselgerüchten ein Ende bereitet und seine Verlängerung bei Red Bull in der Formel 1 verkündet