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Die F1-Saison 2021: spannend wie noch selten
XPB Images

Der Kampf abseits von Hamilton & Verstappen

Max Verstappen und Lewis Hamilton liefern sich dieses Jahr einen besonders erbitterten und sehenswerten Kampf um die F1-Krone, ja. Aber auch abseits der beiden, aus naheliegenden Gründen das Grand der Aufmerksamkeit erhaltenden Titel-Anwärter, geht es heiß her.

Die F1 hatte schwierige Jahre, weil Mercedes lange Zeit besonders gute hatte. Spitzzüngige hätten berechtigterweise sagen können: „Die Formel 1 ist langweilig – 20 Leute fahren eine Weile im Kreis und am Ende gewinnt Lewis Hamilton … vor Valtteri Bottas.“ Aber heuer ist alles anders. Heuer haben Fans von Wetten ohne Steuern und Co. bis zum Schluss die Chance ein Wochenende nach dem anderen besonders hohen Nervenkitzel zu erleben. Gerade noch zwei Rennen sind zu fahren und es ist so gut wie alles offen. Sowohl an der Spitze, wo sowohl Mercedes als auch Red Bull noch alle Chancen auf den Konstrukteurs-, sowie Verstappen und Hamilton auf den Fahrertitel haben, vor allem aber auch im besonders heiß umkämpften Mittelfeld.


Will heißen: Obgleich Ferrari momentan recht solide auf dem dritten Platz sitzt, zeigte spätestens die Sensationsplatzierung auf P3 von Fernando Alonso auf Alpine letztes Wochenende in Katar, dass es auch hier ganz schnell gehen kann. Vor allem, da die beiden Ferrari hier zudem auch den Aston Martin-Heckflügel von Lance Stroll von hinten sahen, als die karierte Flagge geschwenkt wurde. Apropos „Ferrari“ und „knappe Kiste“: Die beiden Scuderia-Piloten Carlos Sainz und Charles LeClerc trennen selbst nur 6,5 Punkte. Nur einer sodann noch Leclerc und den vor ihm liegenden Norris von McLaren. Auch von „unten“ ist aber Druck zu spüren: Gasly, der diese Saison quasi konstant Top 10-Platzierungen einfährt, mehrmals auf P4 ins Ziel fuhr, in Aserbaidschan am Podium und in Katar nach der Quali auf P2 stand, ist mit seinen 92 Zählern und damit auch „nur“ 13 Punkten Rückstand auch noch alles andere als aus dem Rennen, wenn es darum geht Ferrari in die Suppe zu spucken.


Alles was es braucht – und das kann sowohl der noch ausstehende Grand Prix in Saudi Arabien, aber auch das Finale in Abu Dhabi parat halten – ist eine ordentliche Turbulenz und schon sind die Karten neu gemischt und das Ergebnis im Mittelfeld und darüber hinaus vollkommen offen. Vor allem jetzt, wo die ausgebliebene Strafe für Verstappen nach seinem fragwürdigen Manöver gegen Hamilton in Mexiko bei vielen Fahrern Fragen danach aufgeworfen hat, wo die Rennleitung denn nun genau die Grenzen der Strecke sieht und wo nicht.


Einzig die Frage nach der roten Laterne scheint, sieht man sich die Performance der bisherigen Saison so an, relativ eindeutig geklärt zu sein. Diese wird ein weiteres Mal an Haas gehen. Das Team steht zwei Rennen vor Saisonende mit traurigen null Punkten da. Da bäckt man irgendwann eben besonders kleine Brötchen. So wie zum Beispiel Mick Schumacher, der sich in einem Interview nach dem Katar-GP darüber freute, zumindest in der Lage gewesen zu sein, mit Giovinazzi in dessen Alfa Romeo mitgehalten haben zu können; und das, obwohl dieser ob seiner 2-Stopp-Strategie am Ende die besseren Reifen hatte. Apropos Alfa Romeo: Gegen Haas steht das Sauber-Team hinter Alfa Romeo, die auch alles andere als eine gute Saison haben, mit ihren elf Zählern noch richtig gut da. Ebenso wie Williams mit seinen 23 Punkten … Wäre schön – sowohl für die Teams, als auch für uns Fans – wenn sich hier „unten“ nächstes Jahr auch mehr täte.

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