Motorsport

Inhalt

77 Teilnehmer aus 16 Nationen

EM in Österreich: Die Vorbereitungen für das Großereignis im PS Racing Center Greinbach sind weitgehend abgeschlossen.

Beim vierten Lauf zur Rallycross-Europameisterschaft werden am 7. und 8. Juni 2008 insgesamt 77 Teilnehmer aus 16 Nationen um die Punkte kämpfen. Tschechien stellt mit 14 Startern die zahlenmäßig größte Abordnung, für die neun Österreicher in den verschiedenen Divisionen sollte der eine oder andere Spitzenplatz möglich sein.

Erich Petrakovits vom Veranstalterklub RRC-Süd Großpetersdorf konnte am Mittwoch anlässlich der Pressekonferenz im PS Racing Center Greinbach ein stolzes Nennergebnis präsentieren. Unter den 77 Teilnehmern ist natürlich die gesamte europäische Rallycross-Elite vertreten.

Fast die Hälfte des riesigen Feldes ist in der Köngisklasse, der Division 1 am Start. Nachdem der regierende Europameister Lars Larsson am Ende der letzten Saison seine Karriere beendet hat, ist der Kampf um die Nachfolge bereits voll entbrannt.

Nach den ersten beiden Läufen sind der Norweger Ludvig Hunsbedt (Volvo S40 T16 4x4) und der schwedische Rekord-Europameister Kenneth Hansen (Citroen C4 T16 4x4) in der Favoritenrolle. Ludvig Hunsbedt liegt mit einem Sieg in Portugal und einem zweiten Platz in Frankreich derzeit an der Spitze der EM-Tabelle.

Frankreich-Gewinner Jean-Luc Pailler (Peugeot 207 T16 4x4), sowie der Schwede Michael Jernberg (Skoda Fabia T16 4x4) und der Norweger Sverre Isachsen (Ford Focus T16 4x4) liegen in Lauerposition.

Der Schwede Andreas Eriksson (Ford Fiesta ST T16 4x4) der gerade das neue Ford RS Team Europe mit den Rallyepiloten Marcus Grönholm und Henning Solberg aufbaut, kämpft heuer noch mit Anfangsproblemen. Vielleicht findet der Vorjahressieger von Greinbach im PS Racing Center auf die Siegerstraße zurück.

Noch nie gab es in der Division 1 so viele potenzielle Sieganwärter wie in dieser Saison. Für die wenigen Österreicher im Feld wäre da ein Finaleinzug unter die besten 16 des Tages schon ein großer Erfolg.

Alois Höller (Ford Focus T16 4x4) kommt mit einigen guten Ergebnissen aus der heimischen Meisterschaft, bestens vorbereitet nach Greinbach. Staatsmeister Peter Ramler im Seat Leon T 16 4x4 und Heinz Unger (Ford Focus T16 4x4) sind die weiteren Österreicher.

Dicht gedrängt auch das Starterfeld in der Division 1A. Die Topp-Favoriten sind eindeutig der Finne Jussi Pinomäki (Renault Clio II) und der Franzose Olivier Bossard (Citroen C2). Während Pinomäki nach dem EM-Lauf in Frankreich einen Motorschaden zu beheben hatte, erwischte es Bossard noch schlimmer.

Bei einem Lauf zur französischen Meisterschaft am vergangenen Wochenende zerstörte er den Citroen C2 völlig. Das Team hat nun einen Wettlauf gegen die Zeit zu absolvieren, um den Citroen rechtzeitig wieder einsatzbereit zu machen.

Die beiden Tschechen Zdenek Cermak (Skoda Fabia) und Jaroslav Kalny (Peugeot 206) zählen ebenso zum Favoritenkreis, Kalny brachte allerdings aus Frankreich auch einen Totalschaden mit nach Hause.

Nach dem sechsten Platz in Frankreich haben die Gegner auch ein Auge auf Christian Petrakovits geworfen. Der Großpetersdorfer hat gezeigt, dass er mit dem Seat Ibiza an der Spitze mitfahren kann. Nach dem dritten Platz im Vorjahr möchte er auch heuer auf jeden Fall einen Podestplatz bei seinem Heimrennen erreichen.

Sein jüngerer Bruder Mario Petrakovits hat sich in der heimischen Meisterschaft mit einem Tagessieg beim Saisonauftakt gut vorbereitet. Mit dem VW Polo ist ihm in Greinbach jede Überraschung zuzutrauen.

Die große Unbekannte im Feld ist der Burgenländer Manfred Beck. Der letzte österreichische Europameister (1996 mit einem Citroen AX GTI) kehrte im Vorjahr mit dem Rover MG ZR beim ungarischen Lauf in das Rallycross zurück, sorgte aber schon im ersten Vorlauf für einen Totalschaden. Nun startet er einen neuen Versuch, seine Stärke ist aber derzeit überhaupt nicht einzuschätzen.

Division 2

Die Division 2 (Gruppe N) befindet sich in ihrer wahrscheinlich letzten EM-Saison, dementsprechend gehen die Teilnehmerzahlen zurück. Die Titelentscheidung wird unter den beiden Tschechen Tomas Kotek (Honda Civic Type R) und Roman Castoral (Opel Astra OPC) und dem Litauer Martynas Padgurskis (Renault Clio) ausgemacht, soviel scheint nach den ersten beiden Läufen schon festzustehen.

Die einzigen heimischen Vertreter sind Thomas Strobl (Seat Ibiza), der den ÖM-Auftakt für sich entscheiden konnte und Richard Förster (VW Golf III GTI).

Rallycross-Cup

Der Rallycross-Cup (Gruppe A-Autos mit 2000ccm und Heckantrieb) soll die Division 2 in Zukunft ersetzen, kommt aber auch im zweiten Jahr seines Bestehens nicht so richtig in Schwung.

In Greinbach werden sechs Piloten am Start sein, die ersten beiden Läufe konnte der Belgier Michael De Keersmaecker (BMW 120) für sich entscheiden. Einziger Österreichischer Vertreter im Rallycross-Cup ist Peter Freinberger im BMW 320i.

Am Samstag, den 7. Juni, startet um 9.30 Uhr das erste freie Training im PS Racing Center Greinbach. Zuvor wird noch am kommenden Wochenende der EM-Lauf in Ungarn gefahren.

Drucken
2. Vorschau 2. Vorschau Fotos Fotos

Rallycross-EM: Greinbach

Überflieger Topmodell: BMW M8 geht 2019 in Serie

Der M8 wird das neue Top-Modell von BMW. Ursprünglich für die Rennstrecke entwickelt, soll er nun ab 2019 über öffentlichen Straßen brettern.

GP von Brasilien Mercedes holt auch Konstrukteurstitel

Lewis Hamilton rettete einen knappen Sieg ins Ziel; Max Verstappen wurde trotz Kollision mit Ocon noch Zweiter vor Kimi Räikkönen.

Wiederauferstehung Intermot 2018: Die wichtigsten Neuheiten

Zusammen mit der neuen Indian FTR 1200 ist die Suzuki GSX 1000 S Katana eines der großen Highlights der Intermot Köln 2018. Ein Rundgang.

Rallye W4 2018 Neue Erfahrung auf altbekannten Pfaden

Franz Panhofer möchte auch auf Schotter die Qualität seines Toyota Corolla AE86 unter Beweis stellen, die Prüfungen kennt er schon.