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WTCC: Macao

Zahlenspiele vor dem WTCC-Finale

Die Entscheidung fällt wieder einmal in Macao, drei Fahrer haben noch Chancen auf den Tourenwagen-WM-Titel - auch Markenwertung offen.

Seat-Werkspilot Gabriele Tarquini hat als WM-Leader zwei Punkte Vorsprung auf seinen Markenkollegen, den Titelverteidiger Yvan Muller. Dreizehn Zähler zurück liegt BMW-Fahrer Augusto Farfus, aus eigener Kraft kann er die Weltmeisterschaft wohl nicht mehr erreichen.

Diese drei Fahrer haben zwölf der 22 bis jetzt ausgetragenen Rennen des heurigen Jahres für sich entscheiden können. Im Betondschungel von Macao treten sie mit gleich schweren Autos gegeneinander an.

Die Basisgewichte der Autos werden ja jeweils nach drei Meetings auf Basis der gefahrenen Rundenzeiten neu angepasst:

Nach der Wasserschlacht von Okayama bekommen sowohl die Seat Leon TDI als auch die BMW 320si (mit Ausnahme des Autos von Alex Zanardi) jeweils die maximale Zuladung von 40 Kilo aufgebrummt.

Die Chevy Cruze müssen zehn Kilo zuladen, die Benzin-Seat dürfen ebenso 20 Kilo ausladen wie die Lada Priora und Zanardi bei seinem 320si mit sequentiellem Getriebe und Handgas.

(Dem Bologneser gratulieren wir übrigens nachträglich zum Sieg in der Handbike-Klasse beim Marathon von Venedig Ende Oktober.)

Auch in der Herstellerwertung ist zwischen Seat und BMW noch alles möglich: Die Spanier liegen trotz ihres besseren "team play" während des Jahres nur um drei Punkte vor den Bayern. Bei den Privatiers hat Tom Coronel alle Trümpfe in der Hand.

Die Entscheidungen fallen am 22. November in China.

Was wäre wenn...

...Gabriele Tarquini Weltmeister wird: Der 47jährige wäre damit der älteste FIA-Weltmeister, um ein Jahr älter als Juan Manuel Fangio bei seinem fünften Titelgewinn im Jahr 1957, und um zwei Jahre älter als Derek Bell bei seinem Sportwagen-WM-Titel 1986. Er wäre auch der erste italienische Weltmeister seit Teo Fabi 1991 (Sportwagen-WM mit Jaguar), und insgesamt der achte Weltmeister aus Italien Nino Farina und Alberto Ascari (F1), Mauro Baldi und Teo Fabi (Sportwagen), Roberto Ravaglia (Tourenwagen) sowie Sandro Munari und Miki Biasion (Rallye).

...Yvan Muller Weltmeister wird: Er wäre der dritte Franzose, der das Kunststück einer Titelverteidigung schafft – die anderen beiden waren Alain Prost mit den Formel-1-Titeln 1985 & 1986 sowie natürlich Sebastien Loeb mit seiner seit 2004 bislang ungebrochenen Serie von WM-Kronen.

...Augusto Farfus Weltmeister wird: Der Brasilianer träte in die Fußstapfen von Ayrton Senna, der 1991 F1-Weltmeister war. Insgesamt haben bis jetzt vier Fahrer aus Brasilien den WM-Titel geschafft: Emerson Fittipaldi, Nelson Piquet und Ayrton Senna in der Formel 1 sowie Raul Boesel bei den Sportwagen.

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