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Macao Grand Prix 2009

Crashfest in Macao

Viel Glück für Thompson bei Riesenunfall – Seat-Meltdown: Tarquini & Muller crashen - F3-Pole für Marcus Ericsson - Easton dominiert Bikes.

Rob Huff freut sich über die Pole Position für den ersten der beiden WTCC-Läufe, die die WM 2009 entscheiden werden. Voriges Jahr hat der Brite hier ein Rennen gewinnen können.

Noch mehr freut sich wahrscheinlich Augusto Farfus, denn er hat genau das bekommen, was er dringend braucht: Hilfe von Seat. Die letzte Hoffnung von BMW wird das Rennen von der 3. Position aufnehmen, zwischen ihm und Huff hat sich noch Markenkollege Andy Priaulx aufgestellt und wird beim Start wohl keinerlei Widerstand leisten.

Für Seat Sport war die zweite Session des Zeittrainings, mit der Entscheidung um die ersten zehn Startplätze, ein Fiasko. Die Vorgeschichte lag in einem Unfall zwischen James Thompson und Stefano d'Aste – der Brite im Lada traf auf das gestrandete Fahrzeug des Italieners. "Thommo" musste zur Beobachtung ins Spital, dort erhielt er bald Gesellschaft.

Denn Yvan Muller, der Meisterschafts-Leader und Titelverteidiger, rutschte gleich zu Beginn der Top-10-Session auf dem Öl-Zement-Gemisch der Unfallstelle aus und versenkte seinen Seat Leon TDI an Ort und Stelle. Sein Teamkollege und WM-Rivale Gabriele Tarquini (die beiden sind nur durch zwei Punkte getrennt) konnte nicht mehr ausweichen; und auch Chevy-Pilot Alain Menu gesellte sich zum Crashfest.

Alles Fahrer sind wohlauf, die Crews haben bis Sonntag früh Zeit zum Reparieren – aber Muller und Tarquini müssen von den Plätzen 7 und 8 starten, also mitten im Getümmel.

Formel 3: Schweden-Power

Der japanische Formel-3-Meister Marcus Ericsson war in einem wegen nasser Strecke lange Zeit unterbrochenen Zeittraining der schnellste Qualifikant für den 56. Grand Prix von Macao.

Die Abstände sind allerdings knapp: Nur 0.039 Sekunden entschieden zugunsten des Schweden.

Beim Versuch, seine schnellste Zeit noch zu verbessern, verbog er die Radaufhängung seines Dallara-TOM'S – er war beileibe nicht der einzige F3-Fahrer, der den Weg in die Leitschienen fand.

Neben ihm nimmt Karl Vernay Aufstellung. Hinter den beiden postieren sich mit Valtteri Bottas und Edoardo Mortara zwei Piloten, die in den Trainings stark aufzeigten, diese Leistung im Qualifying jedoch nicht ganz umsetzen konnten.

Superbikes: Schafft Easton das Double?

Bei den Superbikes stellte sich der Vorjahressieger Stuart Easton auf die Pole Position, der Honda-Pilot acht Zehntel schneller als sein Landsmann Connor Cummins auf seiner Kawasaki.

Rekordjäger Michael Rutter postiert sich aussichtsreich auf Startplatz 3, die erste der Werks-BMW mit Rico Penzkofer geht von P6 ins Rennen. Sein österreichischer Teamkollege Horst Saiger qualifiziert sich als Siebzehnter des 30-Fahrer-Feldes.

Thomas Hinterreiter mit der Maschine des Yamaha Austria Racing Team lag 2,76 Sekunden zurück, das bringt ihm die 8. Startposition. Sein Teamchef Mandy Kainz zollt dieser Leistung Respekt: "Wenn man bedenkt, dass Tom heuer zum ersten Mal auf einem Rennmotorrad sitzt, ist diese Platzierung mehr als bemerkenswert."

Ob der Vorarlberger bei der Jagd durch die Häuserschluchten von Macau wie schon 2007 eine Podiumsplatzierung erreichen kann, bleibt abzuwarten. Kainz: "Zuzutrauen ist es ihm auf alle Fälle. Man hat gesehen, dass er mit jedem Training schneller geworden ist. Wichtig wird ein guter Start sein, damit er gleich mit der Spitzengruppe mitfahren kann. Vor allem in der ersten Runde ist auf diesem engen Kurs die Gefahr eines Sturzes besonders groß."

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