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Offiziell: LMP2 ab 2021 gut 40 PS schwächer Die LMP2-Kategorie wird ab 2021 in ihrer Leistung beschnitten
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Offiziell: LMP2 ab 2021 gut 40 PS schwächer

Der ACO hat offiziell verkündigt, was schon lange bereits kursierte: Die LMP2 wird ab 2021 in der Leistung beschnitten, um den Abstand zu den Hypercars zu gewährleisten

567 statt 608 PS, beziehungsweise 560 statt 600 englische Pferdestärken (hp): Die LMP2-Kategorie wird für 2021 langsamer gemacht, was schon lange angekündigt war. Die 4,2-Liter-V8-Saugmotoren leisten ab 2021 gut 40 PS weniger.

Die Verlangsamung erfolgt aufgrund der neuen Hypercar-Klasse in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), die langsamer ist als die bisherige LMP1-Kategorie. Durch die neuen Goodyear-Einheitsreifen ist es zudem möglich, die Kurvengeschwindigkeiten der LMP2-Boliden zu kontrollieren. Bislang galt zumindest in der WEC freier Reifenwettbewerb.

Neu, wenn auch nicht unerwartet, ist, dass sich die Einschränkung auch auf Meisterschaften außerhalb der WEC bezieht. In der IMSA SportsCar Championship wurden die LMP2 schon 2019 mittels Drehzahllimits verlangsamt, um sie von den DPi abzugrenzen, mit denen sie bis Ende 2018 die gemeinsame Topklasse gebildet hatten.

Betroffen sind damit neben der WEC vor allem die Le-Mans-Serien in Europa und Asien, in denen die LMP2 die Topkategorie ist. Die Leistung der LMP2 war erst 2017 signifikant von 450 auf gut 600 PS angehoben worden. Ein Schritt, der zum Teil für Kritik gesorgt hat, weil sich die LMP2 auch an Amateurfahrer richtet.

Der ACO verspricht, dass die Einschränkung in der Motorleistung ohne zusätzliche Kosten für die Teams daherkommt. Im Gegenteil: Durch die geringere Belastung des Motors würden die Wartungskosten gesenkt. Wie sich das in der Praxis auswirkt, muss sich noch zeigen. In Portimao absolvierten zuletzt einige LMP2 im Anschluss an das ELMS-Finale Testfahrten mit den neuen Spezifikationen.

Die Bestmarke von 3:24.528, aufgestellt in diesem Jahr von Paul di Resta in der Hyperpole in einem Oreca 07 von United Autosports, wird somit auf lange Sicht LMP2-Streckenrekord bei den 24 Stunden von Le Mans bleiben. Die neuen Hypercars sollen Rundenzeiten zwischen 3:25 und 3:30 Minuten realisieren. Die LMP2 muss entsprechend etwas langsamer sein.

Gleichzeitig arbeiten der Automobil-Weltverband FIA und der WEC-Ausrichter ACO weiter an einer neuen LMP2-Generation ab 2023. Die seit 2011 erfolgreich in dieser Klasse implementierte Kostenkontrolle wird dabei zentraler Baustein sein.

Motorsport-Total.com

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