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FIA-GT: Hungaroring

Alles anders: Wendlinger/Sharp disqualifiziert!

KplusK Motorsport aus der Wertung genommen - Wendlinger und Sharp verlieren damit den so hart erkämpften Sieg am grünen Tisch.

Nur kurz währte die Freude bei Karl Wendlinger und seinem Partner Ryan Sharp über den hart erkämpften, zweiten Saisonsieg beim 5. Lauf zur FIA-GT Championship in Budapest:

Denn nachdem deren Team KplusK Motorsport bei der Schlussabnahme den sogenannten Stall-Test nicht bestand, wurde der Saleen mit der Nummer 14 disqualifiziert. Wendlinger und Sharp verlieren damit die 10 Punkte für den Sieg am „grünen Tisch“. Neue Sieger: Bertolini/Bartels (I/D, Maserati).

Was ist genau passiert?

In der FIA-GT wird die Motorleistung mit einem Lufteinlass Begrenzer limitiert. Das heißt, der Ansaugtrakt des Motors wird auf einen vom Reglement vorgegebenen Durchmesser fixiert.

Beim "stall-Test" werden die beiden Ansaugtrichter bei laufendem Motor mit Kugeln geschlossen. Das hat zur Folge (bzw. soll zur Folge haben!), dass der Motor keine Luft mehr bekommt und abstirbt. Ist das nicht der Fall, saugt der Motor noch irgendwo anders extra Luft an – und hat vermeintlich mehr Leistung.

Und genau das ist beim KplusK Motorsport-Saleen gestern passiert. Der Motor ist im heißen Zustand im leichten Standgas weiter gelaufen, erst einige Stunden später hat der Test dann im kalten Zustand funktioniert – da war die Disqualifikation aber bereits ausgesprochen!

Karl Wendlinger: „Die FIA-Kommissäre bestätigen nach der Daten-Auswertung, dass wir der Leistung her keinen Vorteil hatten. Aber Reglement ist eben Reglement. Es hat im Rennen zwei unverschuldete Kollisionen gegeben. Möglicherweise hat sich durch den jeweiligen Aufprall etwas gelockert. Ansonsten finde ich keine Erklärung. Denn das Team macht diesen Test vor jedem Qualifying und Rennen. Und bis dato hat das immer funktioniert.

Wie auch immer – wir stehen jetzt mit leeren Händen da. Das passt haarscharf zum Verlauf der bisherigen Saison. Ich bin maßlos enttäuscht, werde jedenfalls alle Hebel in Bewegung setzen, damit teamintern alles genau analysiert und der Fehler gefunden wird. So etwas darf nicht noch einmal passieren!“

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