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GT1-WM: Abu Dhabi

Qualifying abgebrochen, Zuber auf Pole

Schwerer Unfall von Natacha Gachnang – Andi Zuber (Corvette) im Glück: Pole Position – Karl Wendlinger (Nissan) im Pech: Nur P14.

Die erste Qualifikation der neuen GT1-WM in Abu Dhabi stand unter keinem guten Stern: Die Session musste bereits nach dem ersten Teil abgebrochen werden, nachdem die Matech-Pilotin Natacha Gachnang mit ihrem Ford GT am Ende der langen Gegengeraden heftig in die Leitplanken einschlug. Die Schweizerin wurde ins Spital geflogen.

Laut ersten Informationen von der Rennstrecke soll sie nach ihrem schweren Crash ansprechbar gewesen sein, als die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen.

Die Schweizerin hat sich einen Knochenbruch im Beinbereich zugezogen; sie befindet sich laut den FIA-Medizinern nicht in einem lebensgefährlichen Zustand. Die Unfallursache ist noch nicht geklärt.

Der Unfall der 22jährigen Pilotin ereignete sich wenige Sekunden vor dem Ablauf der Zeit im ersten Abschnitt der GT1-Qualifikation auf dem Yas Marina Circuit. Unter den zahlreichen Flutlichtern setzte sich da Phoenix-Pilot Andreas Zuber (Corvette) wenige Augenblicke vor dem Abbruch mit 2: 06.780 an die Spitze des Starterfeldes.

Ein- statt mehrstufig

Ähnlich wie die Formel 1 führt auch die neue GT1-WM eine mehrstufige Qualifikation durch (über deren Sinn man streiten kann). Am Ende von Abschnitt Q1 hätten nur die 16 besten Autos hätten weiterfahren dürfen.

Weil die Trainingssitzung nicht mehr aufgenommen wurde, konnte die Konkurrenz keinen weiteren Anlauf mehr unternehmen, um Zuber von der Spitze zu verdrängen.

Die beiden weiteren Teilsessions wurden dann abgesagt. Die Fahrer der GT1-WM gehen demnach gemäß des Resultats von Q1 in das Qualifikationsrennen, das über die Startaufstellung für den „main event“ entscheidet.

Zuber: Zuversichtlich trotz Strafe

"Mir ist eine sehr gute Runde gelungen“, sagt Andi Tuber, „es lief alles wie geplant: Wir sind erst mit kalten Pneus hinausgefahren und haben dann mit frischen Reifen einen weiteren Anlauf unternommen. Ich war sogar regelrecht überrascht, als ich die Rundenzeit gesehen habe. Das Team hat großartige Arbeit geleistet und das Auto war prima. Ich bin sehr zufrieden und hoffe, auch im Rennen schnell zu sein."

Doch die Rennleitung verpasste sämtlichen Corvette-Piloten einen Dämpfer: In der Startaufstellung für das Rennen werden die genannten Fahrzeuge um zehn Positionen nach hinten versetzt - alle Corvettes waren in der Qualifikation regelwidrig unterwegs. Offenbar stimmte die Position des Zusatzballastes nicht mit den technischen Vorgaben der FIA überein.

"Aufgrund von technischen Problemen haben wir eine Strafversetzung kassiert", meint Zuber. "Jetzt müssen wir eben versuchen, im Qualifikationsrennen in die Top 4 vorzustoßen und im Rennen in die Nähe der Top 10 zu kommen. Dann geht es darum, möglichst viele WM-Punkte abzugreifen", erklärt der Schnellste des Zeittrainings nach der ersten Qualifikation des neuen GT1-Rennjahres.

Wendlinger: "Gegen so was bist du machtlos"

Kein wirklich glücklicher Auftakt hingegen für Karl Wendlinger Zum Zeitpunkt des Abbruches hatte der Kufsteiner seine zweite schnelle Runde mit dem Nissan GT-R noch vor sich.

Deshalb muss Wendlinger mit seinem Schweizer Partner Henri Moser das erste Rennen von Startplatz 14 in Angriff nehmen. Nach dem Quali-Rennen gibt es noch das Hauptrennen - beide Läufe führen jeweils über eine Stunde mit einem Pflicht-Boxenstop mit Fahrerwechsel.

Karl Wendlinger: "Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Aber gegen so etwas bist du machtlos. Jetzt müssen wir morgen versuchen, im ersten Rennen so weit als nur möglich nach vorne zu kommen, um dann im zweiten, dem Hauptrennen, so richtig angreifen zu können. Denn erst da gibt es ja die vollen Punkte."

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