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DTM: Hockenheim

Molina glänzt mit magischer Quali-Runde

Miguel Molina mit einer sensationellen Runde im Qualifying-Shootout: Pole-Position in Hockenheim vor Jamie Green - Mattias Ekström im Mittelfeld.

Foto: DTM

Um sich für eine Vertragsverlängerung bei Audi nachhaltig zu empfehlen, brauchte Miguel Molina einen weiteren seiner magischen Momente. Genau eine solche Leistung zeigte der Spanier im Qualifying zum Saisonfinale in Hockenheim. Trotz eines kräftigen Verbremsers im abschließenden Shootout (Q4), setzte sich der Audi-Pilot in 1:32.717 Minuten deutlich vor Jamie Green (Mercedes) die zweite Pole-Position für den Youngster.

Der Brite Green hatte während des gesamten Qualifyings einen bärenstarken Eindruck gemacht. In Q4 musste er als erster der vier Teilnehmer auf die Zeitenjagd, zeigte dabei eine schnellere Runde als Martin Tomczyk und Mike Rockenfeller (beide Audi). "Diese verfluchte letzte Kurve", sagte der neue DTM-Champion per Funk nach seiner Runde. In der letzten Ecke hatte er die entscheidenden Zeitspähne auf Green eingebüßt.

Für den großen Showdown sorgte Molina. Der Spanier ging entschlossen in seinen Runde, verbremste sich gleich zu Beginn recht kräftig. Als sich der Qualm gelichtet hatte, zeigte die Stoppuhr einen hauchdünnen Rückstand auf Green. Im zweiten Sektor holte er etwas auf, im Motodrom langte Molina richtig hin: über 0,2 Sekunden Vorsprung. "Who the fuck is Fernando Alonso?" fragte sein Renningenieur im lauten Jubel.

"Ich bin zufrieden. Der Sieg ist mein Ziel", fasst Green in der 'ARD' seine Gemütslage nach Platz zwei zusammen. Tomczyk verspricht von Startplatz drei ein "geiles Rennen zum Abschluss der Saison". Die zweite Startreihe komplettiert Rockenfeller. Dahinter werden sich Timo Scheider (Abt-Audi) und Bruno Spengler (AMG-Mercedes) in der dritten Reihe zum letzten Rennen 2011 aufstellen.

"Es war besser als im Freien Training, wo wir ein paar Probleme mit de Temperaturen hatten", erklärt Spengler, der in Hockenheim letztmals im Mercedes sitzt. Der Kanadier wechselt zu BMW. "Es war selten so kalt. Heute Morgen hatte es nur ein Grad Streckentemperatur. Wir haben uns aber gesteigert. Morgen im Rennen wollen wir uns noch weiter steigern. Das wird nicht einfach, es wird ein harter Kampf", so Spengler.

Hinter Gary Paffett (Mercedes) und den beiden Audi-Vertretern Oliver Jarvis und Filipe Albuquerque musste sich Mattias Ekström mit Platz zehn begnügen. "Daumen nach unten! Es ist nicht so lustig, wenn es schlecht läuft. Beim Qualifying zum Finale wünscht man sich etwas anderes als Platz zehn", sagt der Schwede, der zuletzt dominant aufgetreten war. "Um Punkte zu holen, muss man erst einmal 38 Runden hinter sich bringen."

Für Ekström geht es noch um Platz zwei in der Meisterschaft, für seine Abt-Mannschaft um den Titelgewinn bei den Teams. Ralf Schumacher, der vor diesem Hockenheim-Wochenende seinen Mercedes-Vertrag verlängert hatte, kam im Qualifying nur auf Rang 13. Susie Wolff belegte in der erste Qualifying nach ihrer Hochzeit mit Christian "Toto" Wolff den 17. Platz.

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