MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ELMS: Red Bull Ring

Spektakel mit Überraschungseffekt

Thiriet/Beche gewannen das ELMS-Premierenrennen auf dem Red Bull Ring. Sensationelle Aufholjagd des Signatech Alpine-Teams auf Platz 2.

Foto: Eric Vargiolu (DPPI)

Der von Renault und der Société des Automobiles Alpine Caterham entwickelte LMP2-Alpine Nissan, der von den Pierre Ragues und Nelson Panciatici gesteuert wurde, musste nach Steward-Entscheid vom letzten LMP2-Platz aus starten. Panciatici fuhr zwar die schnellste Zeit, aber unter gelber Flagge. Mit der Wut im Bauch fuhren beide ein formidables Rennen und legten eine Aufholjagd hin, die sie bis auf Platz zwei nach vorne brachte.

Zunächst aber schien alles für Polesetter Oliver Turvey und das Jota-Team zu laufen. Turvey hatte im Zytek-Nissan erst den Start für sich entschieden und führte das Feld der European-Le-Mans-Series (ELMS) anschließend sicher um den Red-Bull-Ring in Spielberg. Bis zu seinem ersten Boxenstopp, denn dann begann das Rennen zu kippen: Turvey war zu schnell in der Boxengasse und erhielt eine Stop-and-Go-Strafe.

Weil er 30 Sekunden lang vor der Jota-Box anhalten musste und sich sein Teamkollege Simon Dolan kurz nach dem Fahrerwechsel einen Dreher leistete, bei dem der Rennstall erneut wichtige Sekunden einbüßte, lagen auf einmal Pierre Thiriet und Mathias Beche im Oreca-Nissan in Führung. Und das Thiriet-TDS-Duo gab den Spitzenplatz bis zum Ende des dreistündigen Rennens nicht mehr her und siegte in Spielberg.

"Kein einfaches Rennen", meint Thiriet nach der Zieldurchfahrt. "Das Auto war gut, aber es war schwierig, mit dem Verkehr auf der Strecke umzugehen. Ich musste die Balance zwischen Leistung und Risiko finden. Ich entschied mich, nicht allzu viel zu riskieren. So konnte ich einen Vorsprung aufbauen. Das Team hat klasse Arbeit geleistet. Dieser Sieg fühlt sich gut an und motiviert ungemein."

Thiriet holte auf dem Red Bull Ring nach Imola seinen zweiten Saisonsieg und baute so auch seine Führung in der Gesamtwertung aus. Der dritte Platz ging an Frank Mailleux (Fr) und Natacha Gachnang (CH) im Morgan-Judd.

Kraihamer im Pech, die Felbermayrs passabel

Pech hatten Dominik Kraihamer und dessen deutscher Partner Thomas Holzer. Gut eine Stunde konnten die beiden mit ihrem Oreca-Nissan des Boutsen-Ginion-Teams mithalten, wechselten zwischen Platz drei und sechs hin und her. Zur Rennhälfte kam es aber zur Kollision mit einem GTE-Fahrzeug. Die daraus resultierenden Schäden plus auch noch hinzugekommene Getriebeprobleme führten nach mehreren Boxenstopps zum vorzeitigen Aus.

In der LMGTE-Klasse lieferte das österreichische Trio Horst Felbermayr senior und Horst Felbermayr junior sowie der Steirer Klaus Bachler eine durchwachsene Leistung. Lag man im Qualifying noch schier hoffnungslos zurück, so gelang es im Rennen immerhin, drei Konkurrenten zu überholen. Letztendlich landeten sie mit ihrem Porsche 911 GT3 RSR auf dem sechsten Platz ihrer Klasse.

News aus anderen Motorline-Channels:

ELMS: Red Bull Ring

- special features -

Weitere Artikel:

Traurige Nachrichten aus den USA: Der zweimalige NASCAR-Champion Kyle Busch ist am Donnerstag im Alter von 41 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben

24h Nürburgring 2026 – Hintergrund

Große Galerie der Zuschauer-Rekordveranstaltung

Das 24h Rennen durch die grüne Hölle brachte vor allem einen neuen Zuschauer-Rekord. 352.000 Besucher nannte der Veranstalter. Und dies bei typischem Eifelwetter mit maximal Temperaturen um die 10 Grad und Luftfeuchtigkeit in allen Variationen. Galerie mit mehr als 250 Bildern!

Samt "Großem Preis" am Schrannenplatz

Rückblick auf die Mödling Classic 2026

Bestes Wetter war den Fahrern am 9. Mai bei der Veranstaltung der Classic Rallye Staatsmeisterschaft hold. Im Feld von 75 Fahrzeugen sammelte ein Porsche 356 C von 1965 die wenigsten Strafpunkte. Wie gewohnt gab es wieder eine eigene Gäste-Wertung.

Rallycross-ÖM, Greinbach: Vorschau

RX-ÖM im PS Racing Center Greinbach

Der RX-Motorsport Club unter seinem Obmann Christian PETRAKOVITS veranstaltet am 17. Mai 2026 im PS RACING CENTER Greinbach den zweiten Lauf zur ösrerr. Staatsmeisterschaft.