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DTM: Hockenheim

Kuriose Strafe für Spengler

Weil er einen Konkurrenten absichtlich auffahren ließ, wurde Bruno Spengler von den Stewards zu drei Stunden „gemeinnütziger Arbeit“ verurteilt.

Das Rennen in Hockenheim wird DTM-Pilot Bruno Spengler (Schnitzer-BMW) so schnell nicht vergessen. Dafür hat die Rennleitung gesorgt. Denn sie hat den kanadischen Rennfahrer nach dem Saisonfinale zu einer kuriosen Strafe verdonnert: Spengler muss drei Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten. Eine solche Strafe sieht das Internationale Sportgesetz des Automobil-Weltverbands (FIA) tatsächlich vor.

In den entsprechenden Statuten heißt es unter Artikel 12.3.1.c, dass "die Verpflichtung zur Leistung einer Arbeit im Allgemeininteresse" als Strafe verhängt werden kann. Doch was hat sich Spengler überhaupt zu Schulden kommen lassen? Er hatte im Anschluss an eine Berührung mit Daniel Juncadella (Mücke-Mercedes) absichtlich abgebremst, sodass es zu einem Auffahrunfall gekommen war.

Deshalb wurde Spengler "unsportliches Verhalten" zur Last gelegt. Deshalb muss er nun zu drei Stunden gemeinnütziger Arbeit antreten, die "in Absprache mit dem DMSB abzuleisten sind", wie die Verantwortlichen bekanntgeben. Wann und wo Spengler diesen speziellen Einsatz absolvieren wird, ist noch unklar. Denkbar ist zum Beispiel, dass der Ex-Champion in ein Ausbildungsprogramm eingebunden wird.

Spenglers kanadischer Landsmann Robert Wickens (HWA-Mercedes) sieht diese Maßnahme jedoch kritisch. Wickend war nach einer Kollision mit Augusto Farfus (RBM-BMW) mit einer nachträglichen 30-Sekunden-Strafe belegt worden und verlor dadurch seine Punkteplatzierung. "Gemeinnützige Arbeit hätte ich definitiv vorgezogen", meint Wickens auf Twitter und stellt auch die Konstanz der Rennleitung in Frage.

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