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Formel Renault NEC Junior: Zandvoort

Erfolgreiche Österreicher – Janits und Habsburg zeigen auf

Erfolgreiches Finish für 16-jährigen Burgenländer in der Formel Renault NEC 1.6: Sieg im letzten Rennen, Platz drei gesamt. Ferdinand Habsburg Gesamt-Vierter.

Fotos: Janits Motorsport, NEC Formula Renault 1.6

Für den 16-jährigen Burgenländer Florian Janits ging es am Wochenende zum Saison-Finale der Formula Renault 1,6 Junior nach Zandvoort. Auf dem niederländischen Dünenkurs fanden insgesamt drei Rennen statt.

Das Ziel für Janits war es, den dritten Platz in der Meisterschaft zu erreichen und dabei für sich und für sein Team Lechner Racing School so oft als möglich auf dem Podium zu stehen.

Dieses Vorhaben ist auch erfreulicher Weise gelungen. Ein Sieg im letzten Rennen, dazu ein dritter und ein vierter Platz in Zandvoort sind für ihn als Rookie in dieser Serie Ergebnisse mit denen er gut leben kann. Dementsprechend positiv war die Schlussbilanz die Florian Janits ziehen konnte: "Wenn ich mir überlege, dass ich im April mit einer Bestzeit im Training in die Serie eingestiegen bin und nun heute mit einem Sieg die Saison beende dann muss man ganz einfach zufrieden sein. So ein Sieg vor der Winterpause zählt für mich doppelt und stärkt das Selbstvertrauen für kommende Aufgaben. Diesbezüglich gilt es jetzt genau zu planen.“

Auch Teamchef Robert Lechner war von der heutigen Leistung von Janits positiv angetan: „ Es war ein Superrennen von Florian, er hat seine Gegner im Regen klar besiegen können, dafür kann man ihm nur gratulieren.“

Erfolgreich war auch der zweite Österreicher in der Formel Renault NEC1.6 unterwegs, Ferdinand Habsburg, der ebenfalls im Team von Robert Lechner fährt. Habsburg wurde in den ersten beiden Rennen jeweils Zweiter, belegte im dritten Lauf Rang neun und konnte so direkt hinter Janitsden vierten Jahresendrang belegen.

Nach dem Qualifying war Janits hinter Anton de Pasquale und Ferdinand Habsburg Dritter. Gleich nach dem Start rutschte der Niederländer Roy Geerts, der hinter Janits gestartet war, diesem bei einem Überholmanöver ins Auto. Ab diesem Zeitpunkt war der Burgenländer nur noch mit einer verbogenen Lenkung unterwegs.

Janits: „Ich habe dann beschlossen, das Rennen ohne Risiko zu Ende zu fahren. De Pasquale und Habsburg konnten zwar vorne davonziehen, aber Geerts habe ich nicht mehr attackiert, weil ich durch die verbogene Lenkung meine Reifen zu sehr abgenützt hätte, die brauche ich aber am Sonntag noch. Damit bin ich mit dem Ergebnis angesichts aller Probleme sehr zufrieden.“

Rennen 2

Der im ersten Rennen beschädigte Wagen wurde vom Team der Lechner Racing School bestens repariert, so dass der Wagen dem Burgenländer wieder in einem Topzustand für das zweite Rennen zur Verfügung stand.

Janits startete hinter Anton de Pasquale und Ferdinand Habsburg aus der zweiten Reihe, wobei er beim Start etwas mit durchdrehenden Rädern zu kämpfen hatte. Dann fuhr er einen guten Speed, ehe ihn wieder das Schicksal von gestern einholte: "Ich konnte den Niederländer Roy Geerts hinter mir halten. Aber genauso wie gestern fuhr er mir wieder in meinen Wagen, der neuerlich beschädigt wurde. Die Rennleitung hat diesmal aber den Vorfall bestraft und Geerts mit einer Drive Through Penalty wegen Gefährlichen Fahren belegt. Diese Auseinandersetzung hat natürlich Zeit gekostet, damit hatte ich keine Chance mehr meine Vorderleute innerhalb der 12 Runden zu erreichen. Mit dem neuerlichen dritten Platz hat nicht nur Lechner Racing School einen dreifachen Podiumserfolg gefeiert, sondern ich bin in der Meisterschaft jetzt auch Gesamtdritter.“

Im Lager von Janits hoffte man auf ein neuerliches gutes Ergebnis beim dritten Rennen, um damit in der Gesamtmeisterschaft den dritten Platz absichern zu können.

Rennen 3

Das letzte Rennen wurde aus Sicherheitsgründen wegen Regens hinter dem Safety Car gestartet. Dieses Terrain liebt Florian Janits, das war schon im Kartsport so und jetzt auch im Formel Auto. Er startete wieder als Dritter hinter de Pasquale und Habsburg, konnte diesen aber bereits am Ende der ersten Runde überholen: "Das war ein glänzender Beginn für mich, ich fuhr in der Folge immer wieder schnellste Rennrunden und konnte mich so an Spitzenreiter Pasquale heranarbeiten. In der sechsten Runde war es dann soweit, ich habe ihm mächtig Druck gemacht, er hat etwas zu spät gebremst, so konnte ich wie geplant vorbeigehen und die Führung bis ins Ziel übernehmen. Ich habe mich richtig wohl gefühlt und war natürlich mit dem Sieg äußerst happy.“


Ergebnis Rennen 1
1. Anton de Pasquale (Aus)	21:31,269
2. Ferdinand Habsburg (Ö)	   +4,582 
3. Roy Geerts (Nl)		   +7,577 
4. Florian Janits (Ö)	 	   +9,487 
5. Ralf Aron (Est)		  +11,738 
6. Max Defourny (Bel)	          +12,243 
7. Boris Kolff (Nl)		  +17,866 
8. Oliver Söderström (Sd)	  +20,517 
9. Paul Sieljes (Nl) 		  +23,107 
10. Cedric Piro (D)		  +30,228 

Ergebnis Rennen 2
 1. Anton de Pasquale (Aus)	21:34,822
 2. Ferdinand Habsburg (Ö)	   +4,620 
 3. Florian Janits (Ö)		   +5,978 
 4. Max Defourny (Bel)	          +12,434 
 5. Boris Kolff (Nl)		  +12,841 
 6. Ralf Aron (Est)		  +14,560 
 7. Paul Sieljes (Nl)		  +15,121 		 
 8. Oliver Söderström (Sd)	  +18,295 
 9. Laurents Hörr (D)		  +18,295 
10. Jakob Schober (Ö)	  	  +21,679 

Ergebnis Rennen 3

 1. Florian Janits (Ö)        21:11,683
 2. Ralf Aron (EST)		 +1,613 
 3. Boris Kolff (NL)		 +7,074 
 4. Max Defourny (Bel)	         +7,697 
 5. Laurents Horr (D)		+10,070 
 6. Nico Otto (D)		+14,889 
 7. Anton de Pasquale (Aus)	+29,751 
 8. Oliver Soderström (Sd)	+53,113 
 9. Ferdinand Habsburg (Ö)     +1 Runde
10. Roy Geerts (Nl)	       +1 Runde

Jahresendstand FR NEC 1.6
 1. Anton de Pasquale       388 Punkte
 2. Ralf Aron               291 Punkte
 3. Florian Janits          281 Punkte
 4. Ferdinand Habsburg      250 Punkte
 5. Max Defourny            245 Punkte
 6. Janneau Esmeijer        242 Punkte
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