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Up & Down für Felix Wimmer

Gemischte Gefühle für Felix Wimmer in Oschersleben: Technische Probleme bremsten das Team, die Bilanz fällt trotzdem positiv aus.

Foto: WOMS

Zu einem turbulenten Rennen gestaltete sich der dritte Saisonlauf zum Porsche Carrera Cup Deutschland in Oschersleben. Mittendrin der Wiener Felix Wimmer, der heuer als Rookie seine Premiere in dieser prestigeträchtigen Motorsportklasse feiert.

Nach dem allerletzten Check vor dem Rennen gab es helle Aufregung im deutschen Team 75 Berhard von Felix Wimmer und dem Gesamtführenden Neuseeländer Earl Bamber. An Wimmers Porsche wurde eine geplatzte Lenkleitung entdeckt, an Bambers Gefährt ein Defekt in der Höhenverstellung. Eine unglaubliche Leistung der World-of-Motorsports-Crew, die Wimmers Auto betreut, bescherte den Piloten wenigstens die Teilnahme am Rennen. Die kaputte Leitung wurde herausgerissen und durch eine neue ersetzt. Zwar musste Wimmer, weil er dadurch erst in letzter Sekunde an den Start kam, von ganz hinten (statt Reihe 14 nach dem Qualifying) ins Rennen gehen, aber zumindest blieb ihm ein Start aus der Box erspart. Earl Bamber musste sich ebenfalls hinten einordnen, sein Wagen blieb aber Sekunden nach dem Start mit abgerissener Antriebswelle endgültig liegen.

Felix Wimmer fuhr angesichts der Umstände ein gutes Rennen, machte einige Plätze gut und war bedacht, seine Rundenzeiten ständig zu verbessern. Leider wurde er dann auch noch vom Deutschen Rookie-Konkurrenten Christofer Berckhan eingedreht, was zusätzlich wertvolle Zeit kostete. Trotzdem überwog am Ende der Optimismus. Wimmer: „Gleich nach dem Start gab es einige Unfälle, so dass das Safety Car für vier Runden raus musste, dann ist mir ein sehr guter Restart gelungen. Ich bin mit dem Rennen nicht unzufrieden.

Der Speed hat gepasst, ich hab trotzdem wieder was dazugelernt. Bedanken möchte ich mich vor allem bei meinen Mechanikern, ohne die hätte ich nur zuschauen können.“ Letztendlich fuhr Felix Wimmer immerhin als viertbester Rookie (28. in der Gesamtwertung) über die Ziellinie. Die Rookiewertung gewann wie zuletzt in Hockenheim der Deutsche Sven Müller als Gesamtachter.
Seinen vierten Auftritt im Porsche Carrera Cup Deutschland absolvierte Felix Wimmer heute in Oschersleben. Auf der nördlichsten Rennstrecke Deutschlands kam der 23-jährige Wiener wie am Samstag auf den 28. Gesamtrang, war fünftbester Rookie im Feld und so wie nach dem dritten Saisonlauf am Vortag zufrieden mit seiner Leistung.

„Man darf nicht vergessen, dass ich hier bin, um zu lernen. Und dahingehend habe ich gegenüber dem Saisonstart in Hockenheim wiederum einen Schritt nach vorne gemacht“, meinte Felix Wimmer nach der Zieldurchfahrt. Das vierte Saisonrennen verlief unter wechselnden Witterungsbedingungen. Immer wieder setzte Regen ein. Wimmers von der niederösterreichischen World of Motorsports-Crew präparierter Porsche 911 GT3 Cup war dafür bestens gewappnet. Der Pilot kam heil durchs Startgewirr, lieferte gute Rundenzeiten und zeigte auch gekonnte Überholmanöver. Lohn dieser Leistung war zunächst der 24. Zwischenrang. Ausgerechnet in Runde 13 wurde jedoch Wimmer Opfer der immer glitschiger werdenden Verhältnisse.

Ein Dreher kostete Zeit und Plätze. Wimmer: „Das ist natürlich ärgerlich. Aber ohne Risiko bist du hier im Niemandsland. Im Endeffekt bin ich trotzdem zufrieden mit dem Wochenende. Ich konnte mich vom Speed her steigern und bin im Gegensatz zum Saisonauftakt nicht nur einfach mitgefahren, sondern konnte auch einige Akzente setzen. Das stimmt mich optimistisch.“ Die Rookie-Wertung ging diesmal an Lukas Schreier aus Deutschland, der mit dem 13. Gesamtrang 3 Punkte einfahren konnte.

Felix Wimmers Stallkollege im Team 75 Bernhard, der Neuseeländer Earl Bamber, landete auf dem fünften Gesamtrang. Seinen ersten Porsche Carrera Cup-Sieg holte sich der Deutsche Christian Engelhart vor dem Niederländer Jaap van Lagen und dem Deutschen Michael Ammermüller. In der Gesamtwertung führt nach vier Läufen der US-Amerikaner Connor de Phillippi mit 53 Punkten vor Christian Engelhart und dem Österreicher Christoph Zöchling mit jeweils 51 Zählern.

Die nächsten beiden Rennen finden am 31. Mai und 1. Juni auf dem Hungaroring in Budapest statt.

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