MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Enttäuschendes WEC-Heimspiel für Toyota

Toyota zeigte sich in der verregneten Anfangsphase beim Heimrennen in Fuji überraschend stark, doch wurde Opfer der Umstände - Crash von Wurz.

Fotos: Toyota

Licht und Schatten für Toyota beim Heimspiel in Fuji: Trotz teilweise starker Form mussten sich Kazuki Nakajima, Anthony Davidson und Sebastien Buemi sowie Alex Wurz, Mike Conway und Stephane Sarrazin hinter Porsche und Audi mit den Plätzen fünf und sechs zufrieden geben.

Dabei trumpfte der japanische Underdog vor allem zu Beginn auf, als der Motor wegen der durch die Regenschauer überfluteten Piste keine so große Rolle spielte. Nakajima war rasch Dritter, Wurz kurz Vierter, ehe er mit Porsche-Pilot Romain Dumas kollidierte. Auch nach dem ersten Stopp sah es noch vielversprechend aus, als der fünftplatzierte Davidson auf den Audi von Oliver Jarvis aufholte.

Doch dann musste man zwei Rückschläge hinnehmen: Sarrazin kollidierte mit einem GTE-Am-Porsche, wodurch das Kühlsystem seines Toyota mit der Nummer zwei beschädigt wurde - ein 13-minütiger Reparaturstopp war notwendig. Davidson überfuhr währenddessen beim Boxeneingang die weiße Linie und musste daraufhin eine Durchfahrtsstrafe abbüßen.

Auf trockener Strecke erneut zahnlos

Da die Stecke abtrocknete, konnte Toyota in der zweiten Hälfte des Rennens nicht wirklich mit den Rivalen mithalten. Conway gelang es aber immerhin, das Auto mit der Nummer zwei von Platz 19 in die Punkteränge zu fahren, Wurz kam schließlich hinter den Teamkollegen als Sechster ins Ziel.

Nakajima, einer der unbelohnten Helden des Rennens, hatte trotzdem seine Freude im Auto: "Wie erwartet waren wir bei nassen Bedingungen konkurrenzfähiger. Der Kampf in der Anfangsphase gegen die Porsche hat Spaß gemacht. Es war schwierig, vor ihnen zu bleiben, weil sie auf der Geraden schneller waren, aber irgendwie blieb ich bis zum Boxenstopp vor einem Porsche. Das war aufregend."

Sein Teampartner Sebastien Buemi ist hingegen "vom Ergebnis enttäuscht. Wir sahen im Nassen ganz gut aus, waren näher dran. Die Lücke wurde aber immer größer, als es abtrocknete, was enttäuschend war."

Sarrazin crasht mit GT-Auto

Sarrazin schildert, wie es zur folgenschweren Kollision beim Überrunden kam: "Ich hatte ein Problem mit einem GT-Auto. Der Fahrer crashte in mein Auto, was uns viel Zeit kostete." Wurz tun vor allem die über 50.000 Fans auf den Rängen Leid, die trotz des schlechten Wetters kamen, aber von Toyota nicht belohnt wurden.

"Es sind die besten Fans, die man sich vorstellen kann", sagt der Österreicher. "Nach 20 Jahren im professionellen Motorsport komme ich immer noch gerne hierher, um ihnen zu begegnen. Es ist schade, dass das Wetter so schlecht war, aber andererseits sahen sie ein gutes Rennen. Leider wurde Stephane von einem GT-Auto getroffen, was unsere Chancen zunichte gemacht hat."

Toyota-Boss Toshio Sato zeigt sich von der "verbesserten Performance auf der nassen Strecke ermutigt. Leider konnten wir davon aber nicht profitieren, und es ist enttäuschend, dass wir bei unserem Heimrennen kein besseres Ergebnis einfahren konnten." Man konnte zwar nicht wie in den vergangenen drei Jahren gewinnen, "aber wir sind entschlossen, nächstes Jahr viel stärker zurückzukehren."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WEC: Fuji

Weitere Artikel:

ARBÖ Rallycross Greinbach: Vorschau

Hochkarätiges Starterfeld beim ARBÖ Rallycross

Neben der österreichischen und ungarischen Rallycross-Staatsmeisterschaft wird auch die FIA-Zonen Europameisterschaft beim ARBÖ-Rallycross-Festival am 22./23. August im PS Racing Center Greinbach ausgetragen.

IndyCar zeigt erste Bilder

So sieht das neue Einheitsauto ab 2028 aus!

Die ersten Renderings des Dallara IR-28, der in zur IndyCar-Saison 2028 den in unterschiedlichen Ausführungen bereits seit 2012 eingesetzten DW12 ablösen wird

Weil Isack Hadjar verletzt ausfällt, gibt Liam Lawson in Zandvoort sein Comeback für Red Bull - Yuki Tsunoda übernimmt den freien Platz bei den Racing Bulls

Budkowski löst Lowdon ab

Cadillac mit neuem F1-Teamchef

Marcin Budkowski dockt mit zwei Jahrzehnten Formel-1-Erfahrung beim Rookie-Team Cadillac an und soll dieses "in die nächste Performance-Phase" führen

Erster Saisonsieg für Lando Norris und McLaren - Verstappen und Antonelli auf dem Podium - Piastri erst mit Kollision, dann mit technisch bedingtem Ausfall

DTM-Rennen Nürburgring – Hintergründe

Schon die Ausgangspositionen?

Der Nürburgring hatte mit der Rauchentwicklung durch die nahen Waldbrände eine neue Facette parat. Motorsportlich betrachtet wurden die Weichen für das Halbfinale Mitte September auf dem Sachsenring gestellt, nachdem der ADAC vor der eigentlichen Action die Termine für die Saison 2027 bekanntgegeben hatte. Ein besonderes Viertelfinale eben