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WTCC: Motegi

Monteiro triumphiert beim Honda-Heimspiel

In einem kontaktfreudigen zweiten Rennen bescherte Tiago Monteiro Honda doch noch den Heimsieg vor Valente und Huff. Lopez und Muller mit Problemen und ohne Punkte.

Tiago Monteiro hat am Sonntag im japanischen Motegi den von Lokalmatador Honda ersehnten Heimerfolg gefeiert. Der Civic-Pilot setzte sich im zweiten Lauf im Rahmen der WTCC-Premiere auf dem Twin Ring nach einem gelungenen Start an die Spitze und dominierte in den folgenden 13 Rennrunden die Szenerie mit Leichtigkeit. Monteiro profitierte auf dem Weg zu seinem zweiten Saisonsieg von Zweikämpfen der Verfolger, die ihm früh einen komfortablen Vorsprung bescherten.

Der Portugiese freut sich über den Sieg, der für seinen Arbeitgeber mehr als einen Prestigeerfolg bedeutet: "Ich bin unglaubliuch zufrieden. Es fällt mir schwer, Worte dafür zu finden. Es ist etwas Besonderes, weil es für Honda ein Heimspiel ist - auch für mich ist es ein zweites Heimrennen", so Monteiro, der eine Rückversetzung in der Startaufstellung für das erste Rennen hinnehmen musste: "Nach dem Rückschlag mit dem Motorwechsel und dem Pech in Vila Real ist das eine Erlösung."

Zweiter wurde der von der Pole-Position gestartete Hugo Valente (Campos-Chevrolet), der die Führung am Start an Monteiro verlor, sich aber im Anschluss gut gegen eine Meute schnellerer Fahrzeuge verteidigte und den Rest des Rennens fehlerfrei abspulte. Den dritten Platz erkämpfte sich Rob Huff (Lada). Der Brite erwehrte sich kurz vor dem Ziel in einem rundenlangen Kampf meisterhaft gegen den mit viel mehr Traktion und Topspeed ausgestatteten Citroen des Sebastien Loeb (4.).

Der Fight mit Huff sorgte dafür, dass die Rallye-Legende in der Schlussrunde von Gabriele Tarquini (5., Honda) kassiert wurde, ihn allerdings nach einem Manöver in der letzten Kurve auf der Start- und Zielgeraden bis zur Zeitnahme noch ausbeschleunigte und sich seinen Rang zurückholte. Tarquini machte seinem Ruf, mit harten Bandagen zu fahren, alle Ehre, als er gegen Rennmitte Yvan Muller bei einem Überholmanöver von der Bahn räumte. Die Sportkommissare stuften die Kollision jedoch als Rennvorfall ein und entschieden sich gegen eine Sanktion.

Für den Franzosen - ärgster Jose-Maria-Lopez-Verfolger in der Gesamtwertung - kam es noch dicker: Mutmaßlich bei dem Versuch, Valente zu attackieren, beschädigte er sich die Motorhaube und musste das Rennen am Feldende mit zwei Runden Rückstand fortsetzen. Auf dem Weg zu seinem zweiten WM-Titel erlebte aber auch WTCC-Spitzenreiter Lopez eine Rückschlag. Der Argentinier handelte sich am Start einen Reifenschaden ein, schlich mit havariertem Citroen zurück zur Box und fiel weit hinter das Feld zurück. Trotzdem führt Lopez die Tabelle mit 351 Punkten souverän vor Muller (277) und Loeb (253) an.

Die Top 10 komplettierten Qing Hua Ma (Citroen), Tom Chilton, Tom Coronel (beide ROAL-Citroen), WTCC-Debütant Nicolas Lapierre (Lada) und Stefano D'Aste (Münnich-Chevrolet). Hopfen und Malz verloren war für die Führenden in der Privatfahrer-Wertung bereits in der ersten Kurve: Mehdi Bennani (Loeb-Citroen) und Norbert Michelisz (Zengö-Honda) mussten infolge einer Kollision unmittelbar nach Rennstart alle Ambitionen auf eine vordere Platzierung begraben.

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